Elberfeld

Laderampe 1: Neues Kulturzentrum für Wuppertal

Jan Hinrichs, Robert Erwes und Marc Bruch (v. l.) wollen einer alten Lagerhalle neues Leben einhauchen. Foto:
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Jan Hinrichs, Robert Erwes und Marc Bruch (v. l.) wollen einer alten Lagerhalle neues Leben einhauchen.

Crowdfunding-Aktion für eine Lagerhalle an der Arminiusstraße.

Von Elvira Wrosch

Wuppertal. „Laderampe 1“ heißt ein neuer Ort für Kunst und Kultur in Wuppertal: In einer Lagerhalle in Elberfeld, Arminiusstraße 8, verwirklichen die drei musikbegeisterten Freunde Jan Hinrichs, Robert Erwes und Marc Bruch ihren Traum von einem eigenen Veranstaltungsort. Im März soll die erste Veranstaltung starten, mit einer Konzertlesung des Düsseldorfer Komponisten und Musikproduzenten Dieter Falk. „Wir haben alle Lust auf Kultur und Musik und wollen dieses Projekt gemeinnützig gestalten“, sagt Jan Hinrichs.

„Wuppertal als alternativen Kulturort vorzustellen, ist uns eine Herzens- angelegenheit.“

Jan Hinrichs, Musikstudent

Zusammen haben die drei eine Halle, eine Musikschule und ganz viel Motivation. Jan Hinrichs kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit. Er ist 26 Jahre alt und studiert Musikpädagogik. Seit 2020 arbeitet er in der Musikschule „welovepiano“ und gibt dort Kurse für musikalische Früherziehung. „Marc und ich kennen uns noch von den Pfadfindern“, berichtet er, „und mit Robert verbindet uns die Liebe zur Musik“.

Marc Bruch (34) ist der Handwerker im Trio, er ist gelernter Kälteanlagenbauer und für das Organisatorische zuständig. Er nutzt die Halle zurzeit noch als Lager. Der Musikpädagoge und Klavierlehrer Robert Erwes (39) leitet nebenan die Musikschule „Welovepiano“. Dort veranstaltet er Wohnzimmerkonzerte, ein größerer Ort fehlte bisher. So kam die Idee auf, etwas aus der Lagerhalle nebenan zu machen. „Und darauf hatten wir alle drei sofort Lust“, sagt Hinrichs.

„Wuppertal als alternativen Kulturort vorzustellen, ist uns eine Herzensangelegenheit“, sagt der Musikstudent, „es gibt viele coole Orte hier, aber wir wollten selbst die Künstlerinnen und Künstler holen, die wir gut finden.“

Neben Musikveranstaltungen sollen später auch andere Kultursparten zu Wort bekommen, so sollen auch Lesungen oder Poetry-Slams angeboten werden. Besonders am Herzen liegt ihnen, in die „kulturelle Teilhabe zu investieren“. Von den erhofften Erlösen will das Trio kostenlos musikalische Früherziehung anbieten oder Tickets an Geringverdiener verteilen. Bis es so weit ist, gibt es aber noch viel zu tun. Aktuell lagern im zukünftigen Konzertsaal noch Klimaanlagen und eine Menge Müll und Krempel. „Jedes Wochenende räumen wir dort den Schrott raus“, sagt Hinrichs.

Die Halle soll einmal 200 bis 300 Leute fassen können. „In Coronazeiten vermutlich eher 170 Plätze.“ Eine Crowdfunding-Aktion soll für das nötige Kleingeld sorgen. Die Initiatoren haben zwar ein Startkapital, doch von der Höhe der Spenden wird es abhängen, wie viel Equipment und Technik sie einkaufen können und was geliehen werden muss.

Wer das Projekt unterstützen will, findet unter startnext.com/laderampe1 weitere Informationen. Für 35 Euro bekommt man zum Beispiel handgemachte Marmelade als Dankeschön und für 15 Euro spielt Robert ein improvisiertes Klavierstück für den Wohltäter. Bis zum 14. Februar kann gespendet werden. Und unter laderampe1.de gibt es bereits Tickets für die ersten Konzerte.

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