Kunsthaus-Bilanz ohne existenzielle Sorgen

Positives Jahr trotz Verschiebungen

Von Valeska von Dolega

Mettmann Kunst und Kultur sind von der Pandemie stark gebeutelt. „Es ist schwer, Planungen vorzunehmen“, erklärt Monika Kißling, wie 2021 quasi „von Tag zu Tag immer wieder neu überlegt“ werden musste. „Natürlich gibt es Einrichtungen, die es viel schlimmer getroffen hat, als das Kunsthaus. Wir haben keine existenziellen Sorgen.“ Und obwohl vor allem die erste Jahreshälfte von „Absagen, Verschiebungen und Neuorganisationen geprägt“ war, zieht die Kunsthausvorsitzende – diese Aufgabe hat sie 2016 übernommen – eine positive Bilanz.

Dass unterm Strich letztlich alles gut ausgeht, ist „unseren Mitgliedern und dem kompletten Beirat geschuldet“, spricht sie „besonderen Dank“ ans Team aus, das viele Aufgaben übernimmt. Diese Art von Zusammenhalt und Unterstützung war bitter notwendig, „wir hatten uns einiges vorgenommen“.

So sollte im Januar und Februar die Mitgliederausstellung gezeigt werden. Die musste dann ebenso wie ein Beitrag der Gruppe Hektagon, ursprünglich avisiert für März, verschoben werden. Gleiches galt für die Schau von Lothar Weuthen und Jürgen Brockerhoff, für 2020 geplant, umdisponiert und letztlich jetzt erst realisiert.

Aber dank der vielen Verschiebungen ist ausgerechnet jetzt vor Weihnachten eine besondere Schau zu sehen, nämlich die der Meisterschülerinnen Daniela Werth und Ana López-Montes. „Sie haben hochqualifizierte akademische Abschlüsse und sind bereits international ausgestellt“. Vor allem die „durchweg farbenfrohen und lebensbejahenden Arbeiten“ von Susanne Kamps „sind in der Corona-Zeit besonders angenehm“ anzusehen. Übrigens ist „Feinermix“, wie die Schau heißt, noch bis Sonntag, 19. Dezember, zu sehen.

Ausstellungen so renommierter Kunstschaffender sind keine Seltenheit, „wir haben deutschlandweit einen guten Ruf“. Einerseits rührt das von Kooperationen mit umliegenden Kunstakademien und Kunsthochschulen wie in Düsseldorf und Essen, andererseits finden per Mundpropaganda Kunstpersönlichkeiten den Weg nach Mettmann.

„Wir orientieren uns an denen, die sich bei uns vorstellen“, freut sich die Vorsitzende über „viele Anfragen aus ganz Deutschland“. Parallel dazu werden regelmäßig Künstler angefragt, deren „Werk wir bei anderen Ausstellungen gesehen haben und die wir interessant finden“.

„Wir thematisieren gerade den neuen Schwerpunkt.“

Monika Kißling, Kunsthaus

Auch das, so beschreibt es Monika Kißling, war „eine Herausforderung“, mit den Kunst- und Kulturschaffenden in Kontakt zu bleiben. Damit es trotz Corona wieder gut laufen wird, wird derzeit am Programm fürs nächste Jahr gearbeitet.

Im Mittelpunkt steht für den Sommer 2022 eine weitere Auflage der bekannten „Mettmann Open Art“. Zuletzt ging es um die Erweiterung von Joseph Beuys’ Kunstbegriff, „wir thematisieren gerade den neuen Schwerpunkt“.

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