Barmen

Kulturzentrum Immanuel startet mit mehr Personal neu

Niki Argiropoulou, Monika Heigermoser, Janine Ballein und Heike Müller-Buchbender (v. l.) vom Kulturzentrum. Foto:
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Niki Argiropoulou, Monika Heigermoser, Janine Ballein und Heike Müller-Buchbender (v. l.) vom Kulturzentrum.

Zeit des Stillstands genutzt – Veranstaltungstechnik und Umbauarbeiten werden gefördert.

Von Lilo Ingenlath-Gegic

Wuppertal. Die Freude war groß, als das Kulturzentrum Immanuel in Barmen die Zusage für Fördergelder in Höhe von 100 000 Euro erhielt. Wie alle Kulturinstitutionen war es von pandemiebedingten Schließungen betroffen.

In der Zeit des Stillstands, als – mit Ausnahme der Sommermonaten 2020 – keinerlei Veranstaltungen möglich waren und existenzielle Nöte drohten, arbeiteten Förderverein und Geschäftsführung intensiv daran, das Kulturzentrum zukunftsfähig zu gestalten. „Wir wollen für alle Szenarien gerüstet sein“, sagt Geschäftsführerin Janine Ballein.

Aufwand wird belohnt: Förderung mit 100 000 Euro

Sie erarbeitete zusammen mit dem Vorstand ein passgenaues Konzept, beantragte Gelder beim Bundesprogramm „Neustart Kultur“, holte sich für die Verwendung von Fördermitteln sowohl den Rat von Experten als auch Rückmeldungen von Veranstaltern und Besuchern. Der Aufwand hat sich gelohnt: Mit 100 000 Euro bekam der Verein die Höchstsumme, die an Fördergeldern möglich ist.

Investiert wird in drei Bereiche: in eine zeitgemäße, digitale Veranstaltungstechnik, den Einstieg in die Barrierefreiheit und die Erneuerung der Sanitäranlagen im Obendiek-Haus. Die Technik im Saal wurde bereits grundlegend erneuert. Die Neuanschaffungen sind bedienerfreundlich, kulturaffin und variabel. So kommen sie den Bedürfnissen der Veranstalter entgegen, die Räume und Veranstaltungstechnik mieten. Auch in der Immanuelskirche wurde in Tontechnik und eine neue Leinwand investiert. Im Gebäude an der Normannenstraße wird ein Treppenlift installiert, der Erdgeschoss und Saal barrierefrei verbindet.

„Es ist, als wären wir aus einem Dornröschenschlaf erwacht.“

Monika Heigermoser aus dem Vorstand des Kulturzentrums

Mitte Juni kommen die sanitären Anlagen im Obendiek-Haus dran, die zurzeit noch den Charme der 1950er Jahre ausstrahlen. In sechs Wochen soll alles fertiggestellt sein. Spätestens im September will das Kulturzentrum wieder starten.

„Wir haben schon viele Veranstaltungen geplant“, sagt Monika Heigermoser vom Vorstandsteam. „Die Pandemie war nur der Anstoß zu neuen Aktivitäten, es ist, als wären wir aus einem Dornröschenschlaf erwacht.“ Eine weitere gute Nachricht ist, dass das Team des Kulturzentrums Immanuel Verstärkung bekommen hat. „Wir brauchen professionelles, motiviertes Personal“, sagt Heigermoser. Durch den personellen Zuwachs, der mit Elan, Kreativität und Gefühl an die Sache herangeht, verspricht sich der Verein viele weitere Anregungen, da jetzt mehr Genres vertreten sind.

Die neuen Mitarbeiterinnen Niki Argiropoulou und Heike Müller-Buchbender sind bereits in der Kultur und in der Stadt Wuppertal fest verankert. Niki Argiropoulou unterstützt seit April als Kultur- und Veranstaltungsmanagerin das Team und Heike Müller-Buchbender ist seit Mai die Fachfrau für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Akteurinnen bringen jede Menge Expertise ein: Niki Argiropoulou schreibt zurzeit ihre Masterarbeit im Studiengang Filmkulturerbe. Zuvor war sie am Museum Potsdam tätig. Sie möchte auch den Geist von Film und Kino in die Immanuelskirche tragen. Die Journalistin und Wahl-Wuppertalerin Heike Müller-Buchbender ist seit Jahren in der Wuppertaler Kulturszene aktiv.

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