Hingucker

Künstler bringen frische Farbe an das Schöneberger Ufer

Anke Büttner will mit einer tanzenden Frau Energie und Freude zeigen.
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Anke Büttner will mit einer tanzenden Frau Energie und Freude zeigen.

Werke ersetzen in Wuppertal graue Flächen und Schmierereien.

Von Anne Palka

Wuppertal. Eine tanzende Frau im gelben Kleid, die Energie und Freude verbreiten soll, das gegenüberliegende Wupperufer und ein Auge in schwarz-weiß: Das sind drei der Motive, die Künstler an den Wänden am Schöneberger Ufer gestalten. Die frische Farbe ersetzt graue Flächen und Graffiti-Schmierereien. Die Motive der Straßenkunst-Galerie sollen neue Hingucker in Oberbarmen werden – für Passanten am Wupperufer und Touristen, die die Stadt aus der Schwebebahn erleben.

„Wir haben uns einen Bezug zum Quartier gewünscht“, sagt Wiebke Striemer vom Quartierbüro Vierzwozwo, das das Projekt begleitet, federführend ist die Stadt. Es wurden 24 Entwürfe eingereicht, eine Jury unter Vorsitz des Bezirksbürgermeisters Burkhard Rücker hat sich Ende September für neun Künstler entschieden. „Aktuell sind die meisten Künstler aktiv, die Bilder werden realisiert“ – so, wie das Wetter mitspielt. Am Samstag, 12. November, soll es eine Eröffnungsfeier geben.

Berliner Platz soll ebenfallsneu gestaltet werden

„Die Motive und Themen sind breit gestreut“, erzählt Wiebke Striemer. Anke Büttner gestaltet die tanzende Frau im gelben Kleid, die Energie und Freude ausstrahlen soll. Für das gegenüberliegende Wupperufer hat sich Julia Ferrer Vilchez entschieden. Zu sehen ist die Statue „Mutter mit Kind“ von Udo Meyer, der Heckinghauser Gaskessel, die Bahnstrecke, der hügelige Hang mit Häusern und eine Frau mit Luftballons.

Eine weitere Garage bekommt im Comic-Stil die Optik eines alten Gebäudes in der Nähe, in dem einmal ein Filmpalast war. Graffiti-Künstler Martin Heuwold hat am Ufer vor zwölf Jahren schon ein Wandbild umgesetzt: Eine Person mit einer Sonnenbrille, in der sich das Schwebebahngerüst und Bäume spiegeln. Das war eine private Initiative des Optikers Axel Pieper. Nun hat Martin Heuwold auch die Wand der Garage nebenan zuerst weiß gestrichen, um dort ein dazu passendes Motiv zu zeigen: Es heißt „sehen und gesehen werden“, ein Auge.

Die Stadt arbeitet daran, den Berliner Platz und sein Umfeld neu zu gestalten. Im „Angstfreiraumkonzept“ wird er als „deutlich angstbesetzt“ eingestuft. „Auf dem Platz halten sich vermehrt Personen mit subjektiv unerwünschtem Verhalten auf“, berichtet die Stadt. „Es kommt zu Kriminalitätsdelikten in den Bereichen Betäubungsmittel, Gewalt- und Eigentumsdelikte, sowie vermehrt zu Ordnungswidrigkeiten.“ Zu den Maßnahmen zählen eine neue Beleuchtung, auch künstlerisch an der Schwebebahnstation, zusätzliche Sitzbänke sowie eine Neuaufteilung von Gehweg und Grünstreifen am Wupperufer.

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