Helfen

Krebskranke Kinder werden unterstützt

Wuppertal. Die Gert-und-Susanna-Mayer-Stiftung hilft.

Von Manuel Praest

Gert Mayer konnte auf ein sehr erfolgreiches Berufsleben zurückblicken. So baute er Walter Klein Wuppertal (WKW), die Firma seines Schwiegervaters, zur weltweit agierenden Unternehmensgruppe WKW. automotive mit 5000 Mitarbeitern aus.

Der gebürtige Solinger, der im Sommer 2014 im Alter von 83 Jahren verstarb, war zeitlebens auch immer sozial engagiert, sah zum Beispiel die Verantwortung für Kinder als wichtige Aufgabe an. Nach seinem Tod, so sein Wille, sollte deshalb eine Stiftung gegründet werden. Deren Anspruch: Krebskranke Menschen, vorrangig erkrankte Kinder und deren Angehörige zu unterstützen. Anfang 2016 wurde die Gert-und-Susanna-Mayer-Stiftung mit Sitz in Wuppertal von der Bezirksregierung Düsseldorf als Aufsichtsbehörde anerkannt. Zunächst war Solingen Standort, ehe in diesem Jahr der Umzug in die neue Geschäftsstelle im Wuppertaler Zooviertel erfolgte.

Das Stiftungsvermögen bestehe im Wesentlichen aus Unternehmensanteilen. „Die Erträge daraus werden für die Stiftungszwecke ausgegeben. Wir rechnen aktuell mit circa drei Millionen Euro jährlich, wobei diese Summe von den Unternehmenszahlen abhängig ist“, erklärt Geschäftsführerin Dr. Eva-Maria Rief. Die Stiftung verfolge drei strategische Ziele, erklärt sie. Zum einen sollen die Heilungschancen erhöht werden. Zweiter Punkt sei die Versorgung, so Rief. Das dritte große Thema: Die Sorgen der Betroffenen und Angehörigen zu verringern.

2018 schon sechs Millionen Euro zur Verfügung gestellt

Gefördert werden grundsätzlich an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche und ihre Angehörigen sowie Organisationen und Einrichtungen. Der erste Kontakt erfolgt oft direkt über die Geschäftsstelle und Mitarbeiter Christian Müller, der als Kind selbst an Krebs erkrankte. „Es ist deshalb leichter für mich, mich in Betroffene reinzuversetzen“, sagt der 36-Jährige.

Müller, der zuletzt im Klinikum in Lübeck arbeitete, kümmert sich vor allem um die Einzelanträge. Dabei gehe es zum Beispiel um Familien, die sich, bedingt durch die Erkrankung eines Angehörigen, in einer finanziell angespannten Situation befänden. So würden zum Beispiel Teilnahmen an Freizeiten für Kinder gesponsert, oder auch, im traurigen Fall, eine Beerdigung. 2018 wurden bereits 30 000 Euro für Einzelfälle zur Verfügung gestellt, sechs Millionen für teilweise langfristige Projekte. Bis zu einer bestimmten Summe entscheide die Geschäftsführerin selbst, bei größeren Kuratorium und Vorstand.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Adventsrätsel: Wie gut kennen Sie Solingen?
Adventsrätsel: Wie gut kennen Sie Solingen?
Feuerwehr sperrt Parkplatz und Straße in Wuppertal
Feuerwehr sperrt Parkplatz und Straße in Wuppertal
Wenn die Kita plötzlich geschlossen bleibt
Wenn die Kita plötzlich geschlossen bleibt
Radschnellweg kommt langsam voran
Radschnellweg kommt langsam voran

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren