Carl-Fuhlrott-Realschule

Kosten der Schulcontainer stehen im Fokus

An der Gesamtschule Mettmann ist der Lehrbetrieb mit Schuljahresbeginn gestartet. Archivfoto: Köhlen
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An der Gesamtschule Mettmann ist der Lehrbetrieb mit Schuljahresbeginn gestartet.

Realschul-Bürgerinitiative streitet sich mit Baudezernenten

Von Dirk Neubauer

Mettmann. Zwischen dem Baudezernenten Kurt Werner Geschorec und Helmut Peick von der Bürgerinitiative zum Erhalt der Carl-Fuhlrott-Realschule gibt es einen Streit um die Kostenrechnung. Sie soll den Mettmanner Bürgern deutlich machen, was ein Erhalt der Realschule an Mehrkosten verursachen würde. In dem Rechenwerk hat die Stadt nach Meinung der Bürgerinitiative die möglichen Kosten für Schulcontainer um 9,5 Millionen Euro zu hoch angesetzt. Daneben mehrt sich Kritik am späten Termin der Ratssondersitzung am 9. September.

Der Streit um die Containerkosten schwelt, seit die Stadt am 23. März die Kostenrechnung vorgelegt hat. Sie zeigt auf, was es kosten würde, den Ratsbeschluss umzusetzen – und die Gesamtschule zu starten, während die Realschule Jahrgang für Jahrgang ausläuft. Im Vergleich zu dieser Variante eins wird eine Variante zwei durchgerechnet für den Fall, dass die Realschule bestehen bleiben würde.

Laut Baudezernent Geschorec kann bei der Variante zwei nur der erste Einschulungsjahrgang der Gesamtschule das Hauptschulgebäude nutzen. Falls die Realschule bestehen bleibe, stehe deren Gebäude nicht für die Gesamtschule zur Verfügung. Deshalb müsse die Hauptschule als Zwischenquartier der Gesamtschule abgerissen werden, damit dort ein neues Schulgebäude errichtet werden könne. Dies führe bei der Gesamtschule zu einem Bedarf an 56 Klassenräumen bis zum Schuljahresbeginn 2025/26.

Auch in der Realschule müsse renoviert werden. Daher müssten alle Schulklassen der Realschule in Containern untergebracht werden, hier entstehe ein Bedarf von 69 Räumen. Insgesamt würden also 125 Klassenräume benötigt. Für Fachräume, Mensen und Verwaltung von zwei Schulen erfolge ein Aufschlag von zehn Räumen. Geschorec geht von 135 Raumeinheiten aus. Bei einer Miete von 108 000 Euro pro Container entstehe eine Gesamtsumme von 14,6 Millionen Euro.

Hier hakt Peick ein und sagt: Da kann etwas nicht stimmen. 125 Klassenräume mit 25 Schülern würden einer Gesamtzahl von 3125 Schülern entsprechen. Tatsächlich gebe es laut städtischem Schulentwicklungsplan aber nur 1066 Schüler im Schuljahr 2026. Deshalb seien die tatsächlichen Kosten für die Schulcontainer weit geringer und verfälschten das Bild.

Darüber hinaus mehren sich kritische Stimmen dazu, dass die Ratssondersitzung über einen Ratsbürgerentscheid zum Erhalt der Realschule ganz bewusst von Parteien und Verwaltung auf den 9. September gelegt wurde. Sowohl die Bürgerinitiative als auch die Wählergemeinschaft „Zur Sache! Mettmann“ hatten auf den sehr späten Termin hingewiesen. So solle verhindert werden, dass die Bundestagswahl am 26. September für die Mettmanner Abstimmung genutzt werden kann. Denn auch für die braucht es Wahllokale und Stimmzettel.

Es wäre für die Stadtkasse um 60 000 Euro preiswerter gewesen, die Bundestagswahl nutzen zu können. Doch dann wären viele Mettmanner unterwegs gewesen. Die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und Grünen hatten deutlich gemacht, dass eine Ratssondersitzung erst dann Sinn mache, wenn alle Informationen über die Zahlen vorlägen und nicht ein Großteil der Ratsleute in Urlaub seien.

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