Kliniken investieren 160 Millionen Euro

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Die frisch eingerichtete Baustelle am Helios-Klinikum. Foto: Anna Schwartz

Fünf Krankenhäuser in Wuppertal stecken mitten in Um- und Anbauten. Auch zahlreiche Umzüge neuer Zentren stehen an.

Von Daniel Neukirchen

Wuppertal. Alle fünf Wuppertaler Kliniken investieren derzeit Millionenbeträge in ihren Ausbau. Sichtbar sind neue Bauaktivitäten seit Montag am Helios Universitätsklinikum in Barmen. Die Baustelle für den Abriss der Häuser 6 und 7 ist eingerichtet.

An ihrer Stelle soll ab Sommer 2020 ein Neubau entstehen, der 2023 fertig sein soll. Helios investiert nach eigenen Angaben 120 Millionen Euro aus eigenen Mitteln in das neue Gebäude. Dann soll auch das Herzzentrum von der Arrenberger Straße in Elberfeld nach Barmen umziehen. Letzte Maßnahme ist der Bau eines Helikopterlandeplatzes, ebenfalls 2023. Das neue Konzept des Hauses sieht insgesamt kürzere Wege und eine zentrale Anlaufstelle für jeden Patienten vor, der eine Akutbehandlung benötigt.

Andere Arbeiten laufen parallel: Schon im Frühjahr 2020 soll das neue Geburtshaus Barmen auf dem Gelände des Universitätsklinikums eröffnen. 900 000 Euro investiert Helios in die Einrichtung, in der freiberufliche Hebammen Müttern die Möglichkeit schaffen werden, Babys außerhalb des Krankenhauses zur Welt zu bringen.

HNO-Klinik zieht 2021 von St. Anna ans Petrus-Krankenhaus in Barmen

Auch beim Klinikverbund St. Antonius und St. Josef GmbH werden derzeit rund 40 Millionen Euro investiert. Noch in diesem Oktober – der offizielle Termin steht noch nicht – soll am Petrus-Krankenhaus in Barmen die neue Intensivstation mit 24 Betten (vorher 18) in Betrieb gehen. „Ende des Jahres werden voraussichtlich die Fachbereiche Nephrologie und Kardiologie zwei Etagen unserer neu entstehenden Norderweiterung beziehen. Diese soll in 2020 komplett fertiggestellt werden“, sagt eine Unternehmenssprecherin. 2021 soll die HNO-Abteilung der St. Anna-Klinik ebenfalls dort einziehen.

Sorgen um eine Auflösung der ausgedünnten St. Anna-Klinik will die Sprecherin zerstreuen: Das Elberfelder St. Anna-Klinikum wird 2020 als Schulstandort mit einer OTA-Schule (operationstechnischer Assistent) und einer Rettungsdienstschule der Feuerwehr erweitert.

Im Krankenhaus St. Josef in Elberfeld, dem „Kapellchen“, ist gerade das neue Akuthaus an den Start gegangen. „Seit Ende August wurden hier bisher rund 800 Patienten behandelt, 150 davon stationär“, sagt Sprecherin Vanessa Kämper.

Am Agaplesion Bethesda Krankenhaus im Norden Wuppertals wird aktuell für rund zehn Millionen Euro gebaut und geplant, nachdem in den letzten zehn Jahren 46 Millionen Euro in den Standort geflossen sind, sagt eine Unternehmenssprecherin. Fast fertig ist das angegliederte Facharztzentrum. Zudem sind neue Räume geplant für einen Linearbeschleuniger, der in der Strahlentherapie eingesetzt wird. Auch soll es zusätzliche Komfortzimmer geben – also Patientenzimmer mit hohem Standard.

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