Wuppertaler Zoo

Der kleine Tsavo stapft in die Herzen

Meist hält sich Tsavo noch im Schutz von seiner Mutter Sweni auf. Foto: Andreas Fischer
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Meist hält sich Tsavo noch im Schutz von seiner Mutter Sweni auf. 

Elefantenbulle zeigte sich der Öffentlichkeit.

Wuppertal. Die Besucher warten schon ganz gespannt vor dem Elefantenhaus. Alle wollen den kleinen Bullen Tsavo sehen, den Elefantenkuh Sweni am Freitag nach fast zwei Jahren Trächtigkeit gesund zur Welt gebracht hat. Er präsentierte sich am Wochenende zum ersten Mal der Öffentlichkeit.

Noch etwas wacklig auf den Beinen versuchte der laut Zootierärztin Lisa Grund besonders kräftige Jungbulle die Außenanlage zu erkundigen. Doch Sweni hatte ihr Neugeborenes genau im Blick. Bei jedem Versuch ihres Babys, einen Alleingang zu unternehmen, zog sie Tsavo mit ihrem Rüssel sanft zu sich zurück.

Sweni hat Erfahrung als Mutter. Für die 26-jährige Elefantenmutter war es bereits die dritte Geburt. Ihr 2008 erstgeborener Sohn Tamo lebt inzwischen im Opel-Zoo Kronberg, sein fünfjähriger Bruder Jogi noch bei der Herde in Wuppertal. „Elefantenbullen verlassen nach einigen Jahren die Herde“, erklärt Lisa Grund. „Das ist notwendig, damit sich die Elefantenpopulationen untereinander vermischen.“ Wo es in einigen Jahren für Tsavo hingehe, sei noch offen.

Bis es soweit ist, können sich die Zoobesucher am Nachwuchs erfreuen. An Spielgefährten wird es dem Neuzugang jedenfalls nicht mangeln. Denn schon bald steht weiterer Nachwuchs an, denn auch Elefantenkuh Tikka ist trächtig, sie erwartet ihr erstes Junges. Auch deshalb betont Gustav Röckener, der seit mehr als 40 Jahren Tierpfleger ist, dass der Wuppertaler Zoo der erfolgreichste Elefantenzüchter Europas ist. Ohnehin koordiniert der Wuppertaler Zoo die Elefantenzucht in ganz Europa.

Besondere Merkmale: das abgeknickte Ohr

Der kleine Tsavo ist bereits das zwölfte Jungtier, das in Wuppertal das Licht der Welt erblickte. Wer sich ein Bild von ihm machen möchte, wird ihn nicht nur aufgrund seiner noch kleinen Körpergröße von nur 87 Zentimetern nicht verfehlen. Zu erkennen ist der Nachwuchs auch an seinem abgeknickten Ohr, das bereits im Mutterleib entstanden ist. Allerdings, so erklärt Zootierärztin Lisa Grund, wird dieses Merkmal mit der Zeit verschwinden. jk

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