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Die USA sind aus der WHO ausgetreten. Das gab ein führender Demokrat auf Twitter bekannt. Donald Trump hat seine Drohungen also wahr gemacht. 
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Kein Abschied von der betagten Mutter

Sohn reiste nach Anruf aus Schottland an.

Von Katharina Rüth und Daniel Neukirchen

WUPPERTAL Friedrich König sagt: „Das ist wahrscheinlich meine letzte Chance, mich von meiner Mutter zu verabschieden.“ Er sitzt vor dem Lutherstift. Das will ihm diese Chance nicht geben. Das verstoße gegen die Regeln zur Abwehr des Coronavirus.

Der 48-Jährige ist aus Schottland angereist, wo er seit 16 Jahren als Physiker arbeitet. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, flog er nicht über London, sondern nach Amsterdam, nahm ein Mietauto, das er mit Desinfektionstüchern auswischte. Nach der Nacht bei seiner Schwester fuhr er zum Lutherstift. Aber dort hieß es, er könne nicht zu seiner Mutter. Ihr gehe es besser, sie gelte „nicht mehr“ als Palliativ-Patientin. Und als jemand, der aus Großbritannien einreise, könne er erst Recht nicht ins Haus. Sozialdezernent Kühn widerspricht dieser Schilderung. Königs Mutter sei überhaupt nicht palliativ versorgt worden.

Von Schottland aufgemacht hatte sich König, nachdem seine Schwestern ihn über die Aussage des Hausarztes informierten, es könne mit der Mutter zu Ende gehen. Der Arzt habe erklärt, in diesem Fall könnten sie die Mutter besuchen. Laut Stadt ist es üblich, dass es Angehörigen in Sterbefällen ausnahmsweise erlaubt wird, in Schutzkleidung das Heim zu betreten. Doch ein solcher Fall liege nicht vor. Michael Lehnen als Chef der Heimaufsicht hat sich im Heim erkundigt, kommt dann zu Friedrich König und seiner Schwester Anna Brunschoen auf den Schusterplatz: „Es liegt kein Indiz vor, dass Frau König palliativ behandelt werden muss.“ Das habe ihm das Heim gesagt. Der Arzt habe das bestätigt.

Friedrich König kann das nicht glauben: „Ich komme doch nicht einfach so aus Schottland!“ Er habe noch am Morgen mehrfach mit dem Arzt telefoniert. Der habe für ihn erreichen wollen, dass er seine Mutter wenigstens von fern sehen kann. Der Arzt war für unsere Redaktion nicht erreichbar.

Michael Lehnen erklärt, dass das Heim richtig handle. „Das sind lauter Hochrisiko-Patienten.“ Sollte es der Mutter schlechter gehen, werde der Besuch erlaubt. Ihr Bruder habe dazu aber keine Chance, sagt Anna Brunschoen: Am Donnerstag fliegt er zurück. Und ab Karfreitag müssten alle Reisenden aus dem Ausland 14 Tage in Quarantäne.

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