Freigänger-Katzen

Tierhalter müssen der Kastrationspflicht nachkommen

Freigänger-Katzen nehmen Kontakt zu andern Katzen auf, kämpfen und vermehren sich. Eine Kastration kann sie schützen.
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Freigänger-Katzen nehmen Kontakt zu andern Katzen auf, kämpfen und vermehren sich. Eine Kastration kann sie schützen.

Düsseldorf. Seit dem 26. Dezember 2016 gilt die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen in Düsseldorf.

Auch in Solingen gibt es eine Kommunalverordnung, die diese Pflichten festhält. Bisher haben sich in Düsseldorf nur sehr wenige Katzenhalter gemeldet und ihre Katzen kastrieren sowie registrieren lassen. Um auf die Kastrationspflicht aufmerksam zu machen und nachhaltig über den Sinn und Zweck zu informieren, hat das Institut für Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Stadt Düsseldorf ein Faltblatt herausgegeben. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Fragen:

Was besagt die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht?

Der Halter muss die Freigänger-Katze eindeutig und dauerhaft, entweder durch Mikrochip oder durch Tätowierung kennzeichnen lassen. Zudem ist die Katze in einem vom Amt für Verbraucherschutz der Stadt geführten Register einzutragen. Für die Registrierung sind die Daten des Mikrochips, alternativ die Tätowiernummer, Name und Anschrift der Halter, Angaben zur vorhandenen Fortpflanzungsfähigkeit der Katze sowie Identifikationsmerkmale wie Fellfarbe oder -zeichnung nötig.

Wie passiert bei Verstoß gegen die Verordnung?

Ein Verstoß gegen die Verordnung zum Schutz freilebender Katzen in der Stadt Düsseldorf kann mit einem Bußgeld von 1000 Euro geahndet werden.

Warum müssen Freigänger-Katzen kastriert werden?

Katzen können zwei Mal im Jahr bis zu sieben Welpen bekommen. Nicht kastrierte Freigänger-Katzen nehmen zwangsläufig Kontakt mit anderen freilebenden Katzen auf und tragen so fortlaufend zur Vermehrung bei. Durch die Kastrierung von Freigänger-Katzen kann die Anzahl der Katzen im Stadtgebiet eingedämmt werden.

Was sind die Vorteile einer Kastration?

Sie soll die Population eindämmen und so Katzen vor Krankheiten und Verletzungen schützen, die durch Revierkämpfe verursacht werden. „Hauskatzen und verwilderte Katzen haben sich unkontrolliert vermehrt. Viele sind verwahrlost, krank und von Flöhen und Würmern befallen. Damit jedoch die Katzenpopulation erfolgreich und nachhaltig eingedämmt werden kann, muss die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen strikt eingehalten werden“, betont der Leiter des Institutes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen, Klaus Meyer.

Wann soll die Katze kastriert werden?

Um eine Vermehrung zu verhindern, müssen weibliche und männliche Katzen ab dem 5. Lebensmonat kastriert werden.

Ist eine Kastration gefährlich?

Die Kastration ist für die Tierärztin oder den Tierarzt ein routinemäßiger Eingriff, der unter Narkose durchgeführt und von den Katzen gut verkraftet wird. Auch die Kennzeichnung mittels Mikrochip oder durch Tätowierung ist vollkommen unproblematisch. -vsn-

Weitere Infos

Weitere Informationen bekommen Katzenbesitzer beim Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen: Tel. 021 18 99 32 27

https://t1p.de/p6o9

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