Tag für kleine Forscher kommt gut an

 Junior Uni feiert besonderen Geburtstag

Paula (7) präsentiert ihre selbst gebaute Camera Obscura.
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Paula (7) präsentiert ihre selbst gebaute Camera Obscura.

Wuppertal. Die Wuppertaler Institution ist mit 14 Jahren den Kinderschuhen entwachsen.

Von Caroline Büsgen

Den Kinderschuhen entwachsen, also jugendlich ist, wer mindestens 14 aber noch nicht 18 Jahre alt ist. In diesem Sinne hat das Projekt Junior Uni seine Kinder-Phase verlassen: Sie ist jetzt 14 Jahre alt und feierte diesen besonderen Geburtstag nun mit einem tollen Tag für kleine Forscher.

Wie es sich für eine richtige Geburtstagsfeier gehört, wurde an Kuchen, Luftschlangen und Luftballons nicht gespart: In allen Kursräumen standen Kuchenteller bereit, auf den Tischen kringelten sich Luftschlangen und der Luftzug, der beim Öffnen der Türen durch den Raum wehte, ließ Ballons sanft über den Boden schweben.

Derweil erprobten die kleinen Gäste zahlreiche Entdecker- und Schnupperangebote, die das Dozententeam für die Kinder vorbereitet hatte. Frauke Fechtner, die im Organisationsteam der Junior-Uni mitarbeitet, war von mehr als 80 Anmeldungen für diesen Geburtstag begeistert. Von dem Dozententeam waren die Kinder in feste Gruppen eingeteilt worden, und für jede Gruppe hatte das Team vier Kursangebote zusammengestellt, die die Kinder im Rotationsverfahren in je einstündigen Praxis-Workshops besuchten.

Für die Geburtstagsveranstaltung blieben die Gruppen fest zusammen, und natürlich waren – neben Kindern, die bereits in der Vergangenheit schon Kurse besucht hatten – auch kleine Geburtstagsgäste gekommen, die erstmals die Junior Uni betraten.

Co-Produktion aller Gruppen fand im Musiklabor statt

Für die Schwestern Fatima (8), Sofia (12) und Zeynab (11) Imran ist die Bildungs- und Forschungseinrichtung für Kinder und junge Erwachsene im Alter von bis zu 20 Jahren kein Neuland. Ein Kurs, der sich mit den Funktionen und dem Aufbau des Körpers beschäftigt, Kurse in Biologie oder Kunst haben die Mädchen schon besucht und möchten ihr Wissen auch zukünftig in diesen Bereichen vertiefen. Bei den Geburtstagsworkshops haben sie eine Kamera und ein kleines Flugobjekt aus einem Luftballon und einer in Regenbogenfarben schimmernden CD selbst gebaut. Auch der neunjährige Noel Plensa war schon öfter an der Junior Uni und hat jetzt im Lego-Workshop, in dem ein Fahrzeug gebaut wurde, mitgearbeitet. Am Aufbau einer Kettenreaktion hat er ebenso teilgenommen, wie an einem Körperkurs und einem besonderen Sprachkurs, der eine Geheimsprache behandelt.

Gab es früher einen „Tag der offenen Tür“, so ist das Team der Junior Uni zu besonderen Aktionstagen übergegangen, die auf große Resonanz bei Kindern und ihren Eltern stoßen. Für den Auszubildenden Samuel Antwi war die Organisation ein ganz besonderes Projekt.

Im Rahmen seiner Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement musste er selbstständig eine Veranstaltung organisieren – und dieses Event bezeichnet er selbst als „sportlich“. Natürlich habe ihn das ganze Team unterstützt, aber die Planung und Durchführung einer so komplexen ganztägigen Veranstaltung sei für ihn eine große Herausforderung – Samuel Antwi war aber sichtlich stolz darauf, dass es so gut lief.

In den Seminarräumen saßen die Gruppen der kleinen Forscher mit ihren Dozenten zusammen, sie stellten sich gegenseitig vor, sprachen über Erfahrungen und Erwartungen, und dann ging es an die Forschungs- und Experimentierarbeit. Die Workshops waren so konzipiert, dass alle Fachbereiche der Junior-Uni sich vorstellen konnten: Technik, Biologie, Kunst und Kreatives, Wahrnehmung und Musik konnten experimentell und spielerisch erkundet werden, und in vielen Workshops konnten die Kinder die angefertigten Produkte mit nach Hause nehmen.

Im Chemielabor wurde künstlicher Schnee hergestellt, den Fatima Imran in einem kleinen verkorkten Röhrchen stolz mit nach Hause nahm. Hier waren aber die „Magic Worms“ der Hit, Alginat-Würmer, die sich aus Calciumchlorid und Natrium-Alginat herstellen lassen.

Eine Co-Produktion aller Gruppen fand schließlich im Musiklabor statt. Hier war die Aufgabe, den Text „Wie schön, dass du geboren bist“ mit Beats zu kombinieren, so dass alle Gruppen gemeinsam eine Klangcollage als Geburtstagsständchen zusammenbauten.

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