Investor zieht sich vom Wupper-Areal zurück

Projektentwickler Horst Alexander Spitzkopf zeichnete ein neues Bild von einem Lebensmittelmarkt mit darüber liegenden Seniorenwohnungen im neuen Stadtpark (unten) gegenüber dem Rathaus. Fotos: Christian Beier

STADTPARK Neue Pläne sehen nur noch Lebensmittel und Seniorenwohnen vor. Gegenüberliegendes Fluss-Grundstück bliebe frei für viel Grün am Ortseingang.

Von Kathrin Schüller

Leichlingen. „Wir werden den Architekten erst dann zum fünften Mal beauftragen, wenn wir von der Stadt und der Initiative grünes Licht bekommen.“ Klare Worte von Projektentwickler Horst Alexander Spitzkopf. Sollte sich die am Dienstag im Rathaus vorgestellte Neuplanung nicht mit breitem gesellschaftspolitischem Konsens durchsetzen können, „dann hauen wir ab. Es muss nicht Leichlingen sein.“

Der Kompromiss bedeutet nach Einschätzung von Bürgermeister Ernst Müller „einen großen Schritt raus aus dem Dilemma“. Das Nutzungskonzept, das ursprünglich für das Kaufpark/Tankstellen-Areal vorgesehen war, soll jetzt ausschließlich im 4000 m2 großen Stadtpark verwirklicht werden: mit einem Lebensmittelmarkt (keinem Einkaufszentrum) und darüber liegenden Seniorenwohnungen - ergänzt durch eine Tiefgarage. Wie bekannt ist Rewe schon lange mit im Boot. Zu anderen Partnern wollte sich Spitzkopf vorerst nicht äußern.

Leichlingen sei inzwischen bei einigen relevanten Branchen verbrannt. Das Kaufpark-Gelände wird 2013 frei. Im gleichen Jahr könnte Rewe zu Ostern eröffnen, erklärt Spitzkopf.

Vom gegenüberliegenden 7000 m2 großen Kaufpark/Tankstellen-Areal an der Wupper zieht sich der Projektentwickler auf alle Fälle zurück. Die Stadt soll Eigentümer des Terrains werden. Noch sei „nichts Konkretes“ für das Filetstück vorgesehen, so Müller. Nur so viel, dass man für viel Aufenthaltsqualität im neuen Wupperpark sorgen will. Die Pläne der Bürgerinitiative (ST berichtete), den Lebensmittelmarkt hier statt im Stadtpark zu bauen, seien architektonisch fantasielos und wirtschaftlich unvernünftig. „Außerdem hat man fünfe gerade sein lassen.“ Es passe nichts so richtig. Die eingezeichneten Wege befänden sich bereits im Wasser.

Irgendwie steht beinahe alles auf Anfang und die Zeit läuft. Bis Ende März müssen laut Stadt die Fördermittel für die Regionale 2010 beantragt werden. Sie sind wesentliche Säule der Innenstadtgestaltung.

Die Bürgerinitiative hat indes Zweifel, ob es wirklich zu einer reinen Parkanlage an der Wupper kommt. Sie bittet um ein aufklärendes Informationsgespräch.

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