Innenstadt - Weg ins Ungewisse

Noch immer gibt es keine detaillierten Ausführungen darüber, wie die Zukunft des alten Kaufpark-Tankstellen-Komplexes am Ortseingang und das neue Einkaufscenter einmal aussehen wird. Archivfoto: Christian Beier

AUSSCHUSS Vorstellung überarbeiteter Pläne fällt aus, weil sie noch gar nicht vorliegen.

Von Kathrin Schüller

Leichlingen. Es wird nichts mit der detaillierteren Vorstellung des Entwurfs zum neuen Einkaufszentrum in der Innenstadt. Jedenfalls im Moment nicht: Der schon vor Wochen angekündigte Tagesordnungspunkt taucht auf der für den 18. Juni anberaumten Sitzung des Bauausschusses nämlich gar nicht auf.

Der Grund: Bei der Verwaltung liegen noch keine überarbeiteten Pläne vor, das ließen sowohl Baudezernentin Barbara Hammerstein als auch der kommissarische Ausschussvorsitzende Hans Gonska verlauten. So lange keine Aufstellungen darüber vorliegen, was es etwa kosten würde, die Neukirchener Straße in Teilen tieferzulegen, mache eine erneute Debatte keinen Sinn.

Das Projekt ist noch lange nicht in trockenen Tüchern

Mit der Absage des Vortrags von Architekt Bernhard Reiser bestätigt sich, was in den letzten Wochen immer wieder für Schlagzeilen sorgte: Das Projekt ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Anfang des Monats hatte Reiser gegenüber unserer Zeitung gesagt, es müsse endlich „Schluss mit dem Hin und Her“ sein. Mit Stadtentwicklung spiele man nicht. Im gleichen Zug hatte der Stuttgarter geäußert, dass eine abgespeckte Version der Pläne mit ihm nicht zu machen sei. Anderes ist indes von Projektentwickler Horst Alexander Spitzkopf an die Öffentlichkeit gedrungen. Der jedenfalls schließt wohl nicht aus, dass auch eine kleinere Variante als der von Reiser entworfene langgezogene Baukörper (Stadtgalerie) über die Neukirchener Straße denkbar sei.

Im Dezember hatte sich der Rat bei 26 Ja- und 7 Neinstimmen mit großer Mehrheit für Reisers Entwurf ausgesprochen. Ein Entschluss, „der nicht nur unbedenklich ist“, wie Jens Weber, Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark“ in diesen Tagen mitteilte. Zum jetzigen Zeitpunkt liege nur ein erster Planungsansatz vor. Belastbare Aussagen zu Baukosten, Fördermöglichkeiten und der Gesamtfinanzierung könnten aber erst bei einer gewissen Planreife seriös getroffen werden. Weber beantragt, die Ratsbeschlüsse aufzuheben und „weiterzuarbeiten“.

Die CDU-Riege mit Andreas Heusner, Helmut Wagner und Rainer Hüttebräucker stellte jetzt einen Antrag an den Rat, in dem sie den Nachweis zur Kostenneutralität des Projektes haben will. Gemünzt ist das auf Grundstücksgeschäfte, die Schaffung öffentlicher Rahmenbedingungen, die Folgekosten und die städtischen Planungsleistungen.

Ungeachtet der Verschiebung geht die Verwaltung davon aus, dass es weitergeht mit dem Innenstadtprojekt. „Wir sind auf jeden Fall immer noch am Ball“, meinte Barbara Hammerstein gegenüber der Presse. Hans Gonska warnt nachdrücklich vor Stillstand in Sachen Innenstadt-Gestaltung.

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