Menschen mit Behinderung unterstützen

Inklusion durch digitale Medien

WUPPERTAL Bergische Uni in Wuppertal erhält Fördermittel.

Menschen mit Behinderung durch digitale Medien beim Erlernen und Ausüben einer beruflichen Tätigkeit zu unterstützen, das ist das Ziel der Förderlinie „Inklusion durch digitale Medien in der beruflichen Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die Bergische Universität ist dabei mit zwei Projekten vertreten, die am Sikom Institut für Systemforschung der Informations-, Kommunikations- und Medientechnologie angesiedelt sind: „InProD2 – Inklusion in der Produktion“ und „Reality Coach“. Das Institut Sikom erhält für diese Projekte über drei Jahre eine Förderung in Höhe von rund 760 000 Euro.

Nach einem Unfall zum Ausbilder werden

Beim Projekt „InProD2“ geht es darum, behinderten Menschen sowie ihren Ausbildern und Lehrern digitale, barrierekompensierende Hilfestellungen zur Verfügung zu stellen. Damit soll den Teilnehmern eine inklusive und möglichst praxisnahe Berufsorientierung geboten und ihre berufliche Ausbildung unterstützt werden.

Im besten Fall sollen sich den Menschen mit Behinderungen auf diese Weise neue Perspektiven auf dem ersten Arbeitsmarkt eröffnen. Der Schwerpunkt des Projekts liegt dabei auf der Druck- und Medienindustrie.

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt das Projekt „Reality Coach“. „Wir möchten Menschen, die infolge eines Unfalls oder einer Erkrankung von einer Behinderung betroffen sind, so weiterbilden, dass sie ihre Kompetenzen und ihr Wissen weiter einsetzen können“, erklärt Michael Krause vom Sikom. „Sie sollen befähigt werden, als Ausbilder unter Anwendung digitaler Lern- und Kommunikationsmedien tätig zu sein oder als Fachkraft und Problemlöser synchron mittels digitaler Technik Arbeitsprozesse einzugreifen.“

Um das zu erreichen, entwickeln die beteiligten Wissenschaftler in dem Projekt ein Qualifizierungskonzept. Anschließend wird dieses Konzept in verschiedenen Unternehmen ausgetestet, angepasst und validiert.

„Um die berufliche Re-Integration und Inklusion sicherzustellen, wird die Umsetzung in den Unternehmen von Tutoren begleitet, die wichtige Schnittstellen – zum Beispiel in der Personalabteilung – besetzen“, beschreibt Michael Krause. red

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