Tradition

In Barmen fehlt ein Pferd für St. Martin

Der Elberfelder Martinszug, wie hier im Jahr 2018, startet und endet am 10. November 2021 auf dem Laurentiusplatz. Foto: Anna Schwartz
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Der Elberfelder Martinszug, wie hier im Jahr 2018, startet und endet am 10. November 2021 auf dem Laurentiusplatz.

Wuppertal. In Wuppertal finden zwei große Martinszüge statt.

Von Jonas Meister

Am Ende war es wieder Corona. Nach einem Jahr pandemiebedingter Pause dürfen die Kinder in Wuppertal in einigen Wochen endlich wieder mit ihren Laternen durch die Straßen ziehen. Am 10. November, und damit einen Tag vor dem eigentlichen Martinstag, findet der größte Martinszug der Stadt in Elberfeld auf jeden Fall statt.

„Der Zug zieht auf jeden Fall durch das Luisenviertel, die Frage ist wie“, sagte Pastoralreferent Werner Kleine. Für die letzten Unklarheiten sorgt natürlich weiter Corona. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Vorgaben planen wir aktuell mit einem Ticketingsystem, weil damit zu rechnen ist, dass wir mehr als 2500 Teilnehmer haben werden. Dabei achten wir natürlich auf die Einhaltung der geltenden 3G-Regeln unter freiem Himmel.“

Grund für die Unsicherheit ist die Tatsache, dass die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes NRW noch bis zum 29. Oktober gilt. Diese Problematik sieht man auch im Rathaus. „Natürlich stellt die Pandemie weiter eine sehr dynamische Sachlage dar. Nach dem jetzigen Stand gibt es von unserer Seite aber keinen Grund, einen Martinszug abzusagen“, bestätigte Stadtsprecherin Martina Eckermann. Eine Empfehlung für kleine Veranstalter wie Kitas oder Schulen gibt es aktuell noch nicht. Klarheit sollen in diesem Bereich die Beratungen des Krisenstabs in der nächsten Woche bringen.

Auf diese Sitzung schaut man dann auch ganz genau bei der ISG Barmen-Werth als Veranstalter des dortigen Martinszuges. „Wenn es zulässig ist, dann würden auch wir gerne ziehen. Deshalb laufen die Planungen im Hintergrund auch schon“, berichtet ISG-Geschäftsführer Thomas Helbig. „Auf einen erneuten Ausfall wie 2020 sind wir weiter vorbereitet. Das wäre natürlich unheimlich schade, gerade für die Kinder, aber dann leider nicht zu ändern.“

In Barmen gibt es normalerweise zwei St. Martin auf zwei Pferden

Eine Besonderheit in Barmen ist, dass der Zug doppelt vom namensgebenden Hauptdarsteller begleitet wird. Helbig: „Einmal haben wir einen St. Martin auf einem Pony und einen auf einem großen Pferd.“ Und da liegt ein Problem. Letzte Woche habe der Besitzer des Tieres informiert, „dass das Pferd krank ist und für den Zug definitiv ausfällt. Aktuell stehen wir also ohne St. Martin da!“ Zumindest auf dem großen Pferd.

Einen Ersatz zu finden, ist laut dem ISG-Geschäftsführer gar nicht einfach. So braucht es ein speziell trainiertes Pferd, das in einer großen Menschenmenge nicht scheut, und einen professionellen Reiter. Thomas Helbig: „Genau den oder die suchen wir jetzt natürlich und würden uns sehr freuen, wenn sich ein Ersatz-St. Martin vielleicht bei uns melden würde.“

Sollten Mensch und Tier in Barmen noch zusammenkommen, dann würde der siebte große Barmer Martinszug am 10. November um 17 Uhr auf dem Platz am Alten Markt starten. Am Rathaus würden dann Imbissbuden aufgestellt und ein Lagerfeuer entfacht.

In Elberfeld zieht der 13. Wuppertaler Martinszug, zeitgleich mit Barmen, am Laurentiusplatz los. Dort findet dann auch das traditionelle Martinsspiel am Martinsfeuer für die Kinder statt.

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