Arbeitswelt

Homeoffice soll weiter eine Rolle spielen

Homeoffice findet immer mehr Anklang bei Unternehmen. Archivfoto: Michael Schütz
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Homeoffice findet immer mehr Anklang bei Unternehmen.

Klassische Büroarbeitsplatz-Strukturen wurden überdacht.

Von Alexander Esch

Düsseldorf. In Düsseldorfs Arbeitswelt soll auch nach der Corona-Krise Homeoffice eine größere Rolle spielen. Eine Umfrage bei unterschiedlichen Unternehmen zeigt beispielhaft, wie sich Einstellungen und Vorgaben ändern. Schon weitgehende Konsequenzen hatte HSBC gezogen. Die 900 Mitarbeiter, die derzeit an der Königsallee arbeiten, werden bis Ende 2021 in den angemieteten Komplex an der Hansaallee ziehen, das Bankhaus in der City wird somit aufgegeben.

Arag

Der Versicherungskonzern hat es nach eigenen Angaben seinen Mitarbeitern aktuell freigestellt, ob sie im Homeoffice arbeiten: Eine Belegungsquote von 30 Prozent darf dabei an den Standorten aus Gründen des Infektionsschutzes nicht überschritten werden. Doch auch schon vor der Pandemie waren 2019 alle Mitarbeiter laut Unternehmen mit Laptops ausgestattet worden, mit denen zu Hause und im Büro gearbeitet wird. Zudem gab es eine Gruppe von Mitarbeitern, die fest zu Hause bleibt und deren Arbeitsplätze für Telearbeit ausgestattet sind.

Anhand von Umfragen hat die Arag erhoben, dass die Mitarbeiter zufrieden mit der Situation im Homeoffice seien. Und für die Zukunft wünschten sich sogar 80 Prozent der Belegschaft, zumindest zeitweise im Homeoffice zu arbeiten, 60 Prozent können sich von mehreren genutzte Schreibtische im Büro vorstellen.

Ernst & Young

Für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft war Homeoffice Ende Februar plötzlich eine Notwendigkeit geworden, da sich ein Angestellter mit Corona infiziert hatte. Rund 1400 Mitarbeiter aus dem Büro im Gap mussten zu Hause bleiben. Seit Ende Mai ist die Nutzung der Büroräume wieder mit Einschränkungen möglich, auch hier gilt eine maximale Belegungszahl, sagt das Unternehmen. Die Arbeit im Homeoffice überwiege jedoch noch. Zur Perspektive von Homeoffice im Unternehmen sagt Sprecher Matthias Jekosch: „Künftig wird es das Beste aus beiden Welten geben: Unseren internen Befragungen zufolge schätzen die Mitarbeiter das Homeoffice vor allem, weil das Pendeln wegfällt. Gleichzeitig möchten sie aber den Kontakt zu den Kollegen halten.“

Stadtwerke

Schon vor Corona gab es bei den Stadtwerken eine aktualisierte Betriebsvereinbarung, die es Mitarbeitern erlaubte, mobiles Arbeiten zu beantragen. Die getroffene Regelung setzt einen Rahmen für 60 Prozent Präsenz und maximal 40 Prozent mobiles Arbeiten. Anträge auf die genaue Ausgestaltung werden dann bei den jeweiligen Führungskräften gestellt. 20 Prozent der Mitarbeiter, deren Tätigkeit es grundsätzlich zulässt, wollten laut Charlotte Beissel, Leiterin Personalmanagement, Anfang des Jahres von der neuen Möglichkeit Gebrauch machen. Aktuell arbeite rund ein Viertel der Mitarbeiter, also 500, im Homeoffice. Und auch beim Blick nach vorn heißt es: „Mobile Arbeit wird zum festen Bestandteil der Arbeitswelt werden.“

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