Barmen

Hintergrund: Vor den Schüssen in Barmen gab es eine Todesdrohung im Supermarkt

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Der von der Polizei in Wuppertal angeschossene Mann stand unter Bewährung. Zum Raubüberfall auf einen Supermarkt gab die Staatsanwaltschaft noch weitere Details bekannt.

Von Daniel Neukirchen

Wuppertal. Vor den Schüssen an der Westkotter Straße am Mittwoch hatten sich in einem Supermarkt am Klingelholl dramatische Szenen abgespielt. Die Details teilte jetzt die Staatsanwaltschaft auf WZ-Anfrage mit. So soll der 29-jährige Täter nach jetzigem Stand unmittelbar nach dem Bezahlen eine Kassiererin mit einem Messer bewaffnet unter seine Gewalt gebracht haben. „Sie wurde mit dem Tode bedroht und sollte ihm Geld aus der Kasse geben“, sagt Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert.

Doch dazu kam es nicht. Zuerst versuchten sich Kunden einzumischen, dann warf ein Mitarbeiter des Marktes einen Einkaufswagen auf den Angreifer, der daraufhin ohne Beute das Weite suchte. Das Opfer blieb mit einer Schnittverletzung und im Schockzustand zurück.

Die Polizei stellte den Mann an der Westkotter Straße. Als er auf die Anweisungen der Beamten und einen Warnschuss nicht reagierte, wurde ihm ins Bein geschossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun - wie in so einem Fall üblich - gegen die Beamten. Baumert wagt eine erste vorsichtige Einschätzung: „Nach allererster, oberflächlicher Betrachtung waren die Schüsse strafrechtlich nicht relevant.“ Der Täter ist laut Baumert polizeibekannt, vorbestraft und stand unter Bewährung. Er liegt schwer verletzt im Krankenhaus.

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