Multitechnologiekonzern

Hilden: 3M erweitert sein größtes Werk in Europa

Konzert investiert 80 Millionen Euro

Von Christopher Schmidt

Hilden. Bei 3M wird Wettbewerb groß geschrieben. Der amerikanische Multitechnologiekonzern beschäftigt mehr als 95 000 Mitarbeitern in 70 Niederlassungen weltweit. Sie müssen sich intern um neue Aufträge und Investitionen bewerben. Den Zuschlag bekommt der Beste. Das muss man wissen, um zu ermessen, was es bedeutet, wenn der internationale Konzern 80 Millionen Euro in zwei neue Fertigungsanlagen für Folienproduktion und -beschichtung in Hilden investiert.

Das Werk Hilden ist bereits die größte Fertigungsstätte von 3M in Europa. Durch die Riesen-Investition wird der Standort weiter gestärkt. Das ist bereits die zweite gute Nachricht für den Standort in diesem Jahr. Im Frühjahr stampfte 3M in Hilden eine Hochleistungsproduktion von FFP2-Masken mit 50 neuen Arbeitsplätzen aus dem Boden. Kapazität: rund 150 Millionen Atemschutzmasken jährlich. Bei Stiftung Warentest wurden die 3M-Masken aus Hilden Testsieger.

Kein Wunder, dass beim „Grand Opening of the new Hilden Site“ viel politische Prominenz zur neuen Folien-Fertigung gratulierte. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart schickte eine Video-Botschaft aus der amerikanischen Hauptstadt Washington – und seine Abteilungsleiterin Innovation. „Die Investition zeigt das Vertrauen von 3M in den Standort Nordrhein-Westfalen“, bedankte sich Kirsten Bender.

Auch die Streifenwagen der Kreispolizei Mettmann sind mit Folien von 3M beklebt, hob Landrat und Polizeichef Thomas Hendele hervor: „Die Kollegen sind sehr zufrieden.“ Der Kreis Mettmann sei einer der wirtschaftsstärksten in Nordrhein-Westfalen, stehe beim landesweiten Ranking auf Platz 3. Und Hilden habe mit 43 Prozent die höchste Exportquote im Kreis. „Ohne die Innovationskraft der Unternehmen würden wir im Kreis Mettmann nicht so gut dastehen“, betonte Hendele: „Wir sind sehr stolz auf diesen Standort.“ 3M produziert mehr als 55 000 Produkte, bringt jährlich mehr als 1000 neue Produkte auf den Markt und hält über 25 000 Patente.

25 000 Quadratmeter Photovoltaik auf der neuen Werkhalle

Die zwei neuen Fertigungsanlagen für die Folienproduktion und -beschichtung sind hochgradig automatisiert und für fünf Millionen Quadratmeter Folie pro Jahr ausgelegt. Die neue Werkhalle ist 105 Meter lang, 25 Meter breit und 15 Meter hoch. Für das Projekt wurden 37 Kilometer Kabel verlegt und rund 700 Tonnen Stahl verbaut. Auf dem Dach steht eine 25 000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage.

Das neue Gebäude ist für eine Nutzungszeit von 60 bis 70 Jahren ausgelegt. Schallschutzmaßnahmen sorgen dafür, dass die geltenden Emissionswerte für Lärm eingehalten werden. Eine Abluftanlage reduziert Emissionen und Gerüche außerhalb der Werksgrenzen so weit wie möglich, verspricht das Unternehmen.

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