Politik

Heynkes kritisiert Wuppertaler SPD hart

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Jörg Heynkes kritisiert die SPD-Spitze. 

WUPPERTAL Facebook-Beitrag des IHK-Vizepräsidenten.

Von Andreas Boller

Mit seinen Facebook-Beiträgen hat Jörg Heynkes, Unternehmer und Vizepräsident der Bergischen Industrie und Handelskammer, in der Vergangenheit mehrfach für kontroverse Diskussionen gesorgt. In einem Post zu einem Medienbericht über die Reaktion der SPD auf das Bündnis zwischen CDU und Grünen im Rat kritisiert er nun die Wuppertaler SPD und deren Fraktionsspitze mit drastischen Worten.

„Wer will den Wuppertaler Grünen übelnehmen, dass sie Null Bock haben, mit solchen Menschen wie Klaus Jürgen Reese oder Renate Warnecke gemeinsam und vertrauensvoll Politik machen zu müssen, was ja auch nicht wirklich überrascht, wenn man bedenkt, wie viel Angst und Abscheu viele SPD-Mitglieder denen gegenüber empfinden“, heißt es in dem Beitrag. Außerdem ist von Arroganz und Widerwärtigkeit ohnegleichen gegenüber politischen Konkurrenten und bürgerlich engagierten Menschen in der Stadt die Rede.

„Wenn ich nicht wüsste, von wem dieser Beitrag stammt, könnte ich tödlich beleidigt sein. So viel Arroganz ist mir selten begegnet“, sagt die langjährige SPD-Stadtverordnete Renate Warnecke auf Anfrage dieser Zeitung. „Auf dieses Niveau möchte ich mich nicht begeben und werde mich daher zu den Vorwürfen inhaltlich nicht äußern. Aufgrund einer solchen Wortwahl disqualifiziert man sich aber als seriöses Mitglied der Stadtgesellschaft“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Jürgen Reese. „Insbesondere, wenn man ein Ehrenamt in einer Stadt bekleidet, sollte man wissen, was man von sich gibt.“

Es ist nicht der erste Streit, den Heynkes über Facebook auslöst. Nach einem Beitrag über die geplanten Outlet-Center in Wuppertal und Remscheid stand Heynkes 2016 als Vizepräsident der IHK zur Diskussion.

„Wenn Herr Heynkes seine Meinung als Privatmann äußert, dann ist das seine Angelegenheit. Für die IHK ist es wichtig, dass er sich nicht in seiner Funktion als IHK-Vizepräsident äußert und dies auch deutlich macht“, sagt IHK-Sprecher Thomas Wängler. Die IHK beruft sich darauf, grundsätzlich nicht zu parteipolitischen Diskussionen Stellung zu nehmen.

Heynkes sieht keinen Grund, seine Wortwahl infrage zu stellen

Jörg Heynkes sieht auf Nachfrage dieser Zeitung keinen Grund, seine Wortwahl infrage zu stellen. „Ich sage nicht, dass einzelne Personen widerwärtig oder arrogant sind. Ich kenne aber viele SPD-Mitglieder, die Angst vor Klaus Jürgen Reese und Renate Warnecke haben und daher ihre Meinung nicht äußern. Der Verweis auf mein Ehrenamt als IHK-Vizepräsident ist wieder einmal der Versuch, mich mundtot zu machen.“

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