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Das Gericht muss sich mit einem ungewöhnlichen Fall befassen. Foto: Martin Gerten/dpa

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Düsseldorf. Ein Mann aus einer Familie mit Adelsgeschichte möchte den Zusatz „Prinz“ in seinem Namen tragen – und hat deswegen Klage eingereicht. Der Grund: Die Stadt Düsseldorf hat ihm die Erweiterung seines Namens um den Adelstitel verweigert. Ein Termin für die Verhandlung am Verwaltungsgericht Düsseldorf ist noch nicht festgesetzt. Warum die Verwaltung den Antrag abgelehnt hatte, ist noch unklar. Der juristische Hintergrund: Seit 1919 gibt es in Deutschland keinen Adelsstand mehr, Titel können damit auch nicht mehr verliehen werden. Will man nachträglich einen Titel, muss man beim Amt eine Namensänderung beantragen. Eine solche sei nur unter engen Voraussetzungen möglich, wie der Kölner Anwalt Christian Solmecke erläuterte. „Das Namensänderungsgesetz schreibt vor, dass eine Änderung nur dann genehmigt wird, wenn ein wichtiger Grund vorliegt“, so Solmecke. Normalerweise seien solche Gründe zum Beispiel Nachnamen, die einen obszönen oder anstößigen Charakter haben – oder auch häufige Namen wie Müller. red

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