Kunst

Graffiti-Künstler malt das Weltall

Damian Bautsch hat das Graffiti an der Sedentaler Straße gesprüht. Foto: Stephan Köhlen
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Damian Bautsch hat das Graffiti an der Sedentaler Straße gesprüht.

Damian Bautsch hat zwei neue Werke in Erkrath geschaffen.

Von Katina Treese

Erkrath. Das Ufo darf nicht fehlen – auf beiden für die Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl geschaffenen Werken findet sich das kleine Flugobjekt. „Ins Universum gehört auch ein Ufo“, meint Künstler Damian Bautsch. Auf einem der beiden Pfeiler sieht man ansonsten hauptsächlich eine ins All startende Rakete.

„Das war der Wunsch des Auftraggebers“, sagt der Graffiti-Künstler. Den anderen Pfeiler schmückt jetzt das Universum in bunten Farben. Und das kleine Ufo, die Idee des Künstlers. „Ich habe zwei Motiv-Vorschläge gemacht und dieses wurde ausgesucht“, erläutert er. Es sind nicht die ersten Graffiti, die der Düsseldorfer in Erkrath gesprayt hat. Fünf Aufträge hat er mittlerweile übernommen. Alle liefen über Wolfgang Sendermann und den Förderkreis Kunst und Kulturraum Erkrath. „Damian hat 2013 unseren Graffiti-Wettbewerb gewonnen“, berichtet Sendermann. Der Wettbewerb war seine Idee. „Ich fand schon immer, dass es auch bei illegalem Graffiti nicht nur Schmierereien, sondern auch viel Schönes gibt.“ Für die Stadtwerke Erkrath sollten die Sprayer damals die Trafo-Stationen gestalten. „Das Thema war erneuerbare Energie“, erinnert sich der Vorsitzende des Kunsthausvereins. Nach diesem ersten Kennenlernen folgten vier weitere Zusammenarbeiten: Auch die Haaner Straße, die Bergische Allee, der Tunnel auf der Johannisberger Straße und die Unterführung des Hochdahler Bahnhofs schmücken Graffiti-Großprojekte des Düsseldorfer Künstlers.

Für seine aktuelle Arbeit hat Damian Bautsch drei Arbeitstage gebraucht. Und sich einen Kollegen mit ins Boot geholt. Der Läufer für den TSV Hochdahl wurde von „KJ263“ alias Konstantin Jakson gestaltet. „Figuren mache ich nicht so gerne“, gesteht Bautsch. Seinen eigenen Stil bezeichnet er als flüssig und weich, ein Stilelement sind die sogenannten Fadings, fließende Übergänge von Farben in seinen Werken. „Es muss fließen“, sagt der Künstler.

„Ich will ein wenig Farbe in die Welt bringen. Farbe und Freude.“

Graffiti-Künstler Damian Bautsch

Angefangen hat für ihn die Graffiti-Kunst bereits mit 15 Jahren, Anfang der 1990er Jahre, damals noch illegal. Mittlerweile kann er von seinen Graffiti leben. Zumindest fast, sein zweites Standbein ist Grafik-Design, das der 43-Jährige in Hamburg studiert hat. Und was ist Damian Bautschs Motivation für seine Graffiti-Kunst? „Ich will ein wenig Farbe in die Welt bringen. Farbe und Freude.“

In Erkrath kommen die Spray-Werke auf jeden Fall gut an. „Es gibt wirklich nur sehr, sehr positives Feedback“, sagt Sendermann. Und auch die Auftraggeber sind zufrieden. „Der Läufer ist ein Blickfang und ein schöner Hinweis auf unseren Neandertal-Lauf“, findet Ellen Spora, Vorstandsmitglied beim TSV Hochdahl.

Kunsthaus

Vom 31. Juli bis 16. August zeigen Ingrid Handzlik, Marayle Küpper und Wilfried Weiß ihre Ausstellung „Durchsicht” im Kunsthaus Erkrath. Vorgestellt werden drei Positionen aus Stein, Metall und Papier.

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