Glückauf-Trasse mit neuen Sitzmöbeln

Details erinnern an Eisenbahn

Von Friedemann Bräuer

Sprockhövel Er lädt zur Erholung ein, der neue Rastplatz auf der Glückauf-Trasse in Höhe des ehemaligen Bahnhofs Niedersprockhövel. Zwei Bänke und ein Tisch direkt unter drei mächtigen Birken werten die Freizeitstätte auf. „Die Trassenbesucher waren sofort begeistert“, berichtete Beate Prochnow, die Vorsitzende des Glückauf-Trassenvereins. Der einstige Schienenweg hat seinen Namen „Glückauf-Trasse“ am 31. August 2015 erhalten.

Und wer genau hinsieht, der entdeckt nicht nur die helle, heimische Eiche auf Tisch und Bänken, sondern auch die braunen Metallteile, die einen direkten Bezug zum ehemaligen Eisenbahnverkehrsweg haben. „Sie sind aus alten Eisenbahnschienen gefertigt“, erklärte der bundesweit tätige Iserlohner Kunsttischler Konrad Horsch, der das Rastmobiliar angefertigt hatte.

„Die Rückenlehnen sind nach ergonomischen Gesichtspunkten hergestellt worden, ebenso wie das auch beim Verhältnis von Tisch- und Sitzhöhe seniorengerecht berücksichtigt wurde“, so Horsch, der bei der derzeitigen Bundesgartenschau in der thüringischen Hauptstadt Erfurt beschäftigt war. „Wir freuen uns, dass wir Konrad Horsch für diese Aufgabe gewinnen konnten. Das ist hier nämlich kein Objekt von der Stange, sondern wurde maßgefertigt“, so Prochnow.

Bürgermeisterin Sabine Noll lobte das neue Ensemble im Naherholungsgebiet Glückauf-Trasse. „Dadurch wird die Aufenthaltsqualität hier noch einmal weiter erhöht“, meinte sie. Die Unterstützung der Stadt bestand vornehmlich in der Pflasterung des Rastplatzes, wobei Ina Schimunek vom Tiefbauamt darauf hinwies, dass sich das Design der Pflasterung an die dort einst verlaufenden Eisenbahngleise anlehnt. „Die Zusammenarbeit des Trassen-Vereins mit der Stadt ist auch in den kleinen Details sehr partnerschaftlich verlaufen“, zog Prochnow ein positives Fazit der gemeinsamen Bemühungen, den früheren Schienenweg für die Sprockhöveler Bevölkerung und die auswärtigen Gäste attraktiver zu gestalten.

Fuß- und Radweg soll weitere Aufwertungen erfahren

Christoph Terkuhlen, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Sprockhövel verriet, dass er die Glückauf-Trasse gern als Spazier- oder als Radweg nutzt. „Der neue Rastplatz ist Teil eines Gesamtkonzepts, das wir mitentwickelt haben“, so Terkuhlen, der erklärte, dass der Platz in Höhe des einstigen Bahnhofes Niedersprockhövel der erste von insgesamt 20 Plätzen dieser Art sein soll. Konrad Horsch, der Erbauer von Tisch und Bänken, freute sich über die guten Rückmeldungen für seine Arbeit.

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