Geplanter Ausbau der L 419 stockt

Lückenschluss zwischen A 46 und A 1

Wuppertal -sap- Die Umbauarbeiten am Lichtscheider Kreisel sind weit vor dem ursprünglich geplanten Termin abgeschlossen worden. Damit ist die Vorarbeit für den geplanten Ausbau der L 419 geschaffen. Doch einen Termin für den Baubeginn des Großprojektes gibt es noch nicht.

Henrike Langen von Straßen NRW erklärt die nächsten Schritte: Um Baurecht für den Ausbau der L 419 zu erlangen, ist ein Planfeststellungsverfahren vonnöten. Einsprüche und Änderungsvorschläge haben dafür gesorgt, dass dies immer noch läuft. Nächster Schritt ist ein Erörterungstermin – der werde nun organisiert. Danach werde die weitere Planung und die Ausschreibung erstellt. Ein Termin für einen Baubeginn könne sie noch nicht nennen.

Befürworter hoffen auf rasche Fortschritte

Die Meinungen der Ronsdorfer bezüglich des Ausbaus der L 419 sind zweigeteilt. Auf der einen Seite steht die Initiative „Keine Autobahn durch Ronsdorf“, die viele Einwände gegen den Um- und Ausbau der L 419 eingebracht hat. Jürgen Wernecke von der Initiative „Keine Autobahn durch Ronsdorf“ vermutet, dass das Bauvorhaben bei der Bezirksregierung keine hohe Priorität besitzt und deshalb so lange hinausgezögert wird. Wernecke hofft, dass der Ausbau am Ende nicht stattfinden wird. Unter anderem bezweifelt die Initiative die Notwendigkeit; die Verkehrszahlen entsprächen nicht dem aktuellen Stand. Zudem werde ein wertvolles Naherholungsgebiet zerschnitten. Notfalls müsse eine Tunnellösung her.

Dem widerspricht Henrike Langen von Straßen NRW: „Die Verkehrsprognosen beziehen sich auf das Jahr 2030 und wurden in dem Verfahren entsprechend berücksichtigt.“

Auf der anderen Seite ist das Aktionsbündnis „Ronsdorfer für die L 419“, dessen Mitglieder laut Sprecher Wolfgang Luchtenberg „den Baubeginn nicht mehr abwarten können.“ Die Befürworter verweisen darauf, dass der allein die Lärmbelästigung heute höher sei, als sie es später mit dem Aufbau wäre. Ein Tunnel sei mit Blick auf die Folgekosten nicht finanzierbar. Luchterhand hält es für „nicht ausgeschlossen, dass bis zum Ende dieses ersten Halbjahres das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sein wird. Damit wäre unser vordringlichstes Ziel erreicht und wir könnten uns auf die danach anstehende Baumaßnahme konzentrieren.“

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