Handel

Wuppertaler Weihnachtsmarkt: Gemischte Gefühle bei den Beschickern

Die Budenbetreiber auf dem Döppersberg zeigen sich unzufrieden mit ihrem Standort.
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Die Budenbetreiber auf dem Döppersberg zeigen sich unzufrieden mit ihrem Standort.

Wuppertal. Zwiegespalten präsentieren sich die Empfindungen der Beschicker des Weihnachtsmarktes in Elberfeld. Sie reichen von Zufriedenheit bis hin zu Ärger. Der Grund dafür ist, dass es den Weihnachtsmarkt nicht mehr in der gewohnten Form gibt.

Von Waltraut Rass

Er ist insgesamt kleiner, weil durch die zahlreichen Baustellen in der Innenstadt weniger Platz vorhanden ist. Die Buden stehen nicht wie sonst in der Fußgängerzone zwischen den City-Arkaden bis zur Poststraße, sondern direkt vor dem Hauptbahnhof auf dem Döppersberg. Das ist den Tiefbauarbeiten in der Poststraße bis zur Alten Freiheit sowie denen in der Kirchstraße geschuldet. Dort wird voraussichtlich noch bis zum November 2024 das Fernwärmenetz umgebaut. Der andere Teil der Weihnachtsmarkt-Buden steht an der Herzogstraße an der alten Stelle. Dort sind die Markthändler einigermaßen zufrieden mit ihrem Standort.

Die Leute wollen etwas erleben und Versäumtes nachholen

Direkt am Kasinokreisel hat Schausteller Rolf Fuhrmann seinen Getränkestand „Wuppertaler Schwibbogen“. „Ich bin zufrieden. Solange das Wetter gut ist, ist alles in Ordnung“, so Fuhrmann. „Dass der Markt so klein ist, ist nicht so schön“, schränkt er ein. Die Menschen wollten wieder auf den Weihnachtsmarkt, es gebe Nachholbedarf nach den vergangenen zwei Jahren, in denen aufgrund der Corona-Beschränkungen das Geschäft nicht so gut lief. Da spiele auch die derzeitige schwierige wirtschaftliche Situation keine Rolle.

„Bis jetzt ist es ganz okay, das Geschäft läuft reibungslos“, freut sich William Fuhrmann vom Churros-Stand auf der Herzogstraße. Allerdings würde sich „jeder dritte bis vierte“ Kunden bei ihm beschweren, dass der Weihnachtsmarkt so klein sei.

„Es ist grottig mit der Baustellensituation überall“, sagt Gabriele Frese als Wuppertaler Kundin mit einem frisch gekauften Churro in der Hand. „Das ist schon existenzbedrohend für die Händler, gerade jetzt in der Hauptzeit.“

Ganz anders ist die Stimmung bei den Marktbetreibern, die auf den Döppersberg ziehen mussten. Hier zeigt sich eine große Unzufriedenheit, wie Manuela Jansen von der Event-Agentur Platzek verdeutlicht. „Wir hatten uns mehr erhofft.“ Das sei nach wie vor ein Bahnhof und nicht der richtige Ort für einen Weihnachtsmarkt. Früher sei der Standort an den City-Arkaden in der Fußgängerzone wesentlich besser gewesen. Der Zulauf an Menschen sei von verschiedenen Seiten gekommen.

„Es läuft schlecht“, sagt auch Friedhelm Tietjen von der Imkerei Tietjen. Die Leute würden nur von und zum Bahnhof eilen, mehr nicht.

„Die Alternative ist gar kein Weihnachtsmarkt oder der Karlsplatz“, sagt Weihnachtsmarktbetreiber Thomas Schütte von Grandezza Entertainment dazu. Die Stadt baue und es gebe den Platz in der Innenstadt nicht. Für ihn sei der Karlsplatz vor dem Extrablatt eine Möglichkeit. Der Neumarkt wäre für Schütte der ideale Standort, wenn der Wochenmarkt für die Dauer der Weihnachtsmarktzeit verlegt werden würde. „Das funktioniert doch auch in anderen Städten wie in Dortmund auf dem Hansaplatz“, sagt er. Der Neumarkt vor dem Rathaus sei groß genug und würde die Voraussetzungen für eine heimelige Weihnachtsmarktatmosphäre schaffen.

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