City

Geisel stoppt Rad-Parkplätze

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Neue Fahrradständer auf ehemaligen Autoparkplätzen gibt es etwa an der Cantadorstraße.

DÜSSELDORF OB will sich neuralgische Stellen anschauen.

Von Alexander Schulte

Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat die Umwandlung weiterer Auto-Parkbuchten in Fahrrad-Stellplätze erst einmal gestoppt. „Der OB hat Zweifel, ob die Plätze für Räder wirklich immer auf Kosten der Autofahrer gehen müssen, vor allem, weil in praktisch allen innenstadtnahen Quartieren Parkplätze rar gesät sind“, sagt sein Büroleiter Jochen Wirtz. Geisel wolle sich noch einmal en detail von Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke berichten lassen und sich dann alle neuralgischen Stellen einzeln anschauen. Dies sei keinesfalls eine gegen Zuschke gerichtete Aktion, betont Wirtz, macht zugleich jedoch klar, dass man bei den Direktiven des Amtes für Verkehrsmanagement durchaus Bedenken habe.

Dezernentin hatte bis zu 1000 weitere Rad-Ständer angekündigt

Erst vor wenigen Tagen hatte Verkehrsdezernentin Zuschke die Ausweitung des Programms mit 500 bis 1000 neuen Radständern in Parkbuchten im kommenden Jahr angekündigt. Bislang sind gerade einmal 50 bis 75 Parkplätze in der Stadt für die neuen Ständer weggefallen, unter anderem in Stadtmitte und Pempelfort. Ganz offensichtlich werden die Rad-Parkplätze – meist als im Boden installierte Metallbügel – sehr gut angenommen. Jedenfalls von den Radfahrern, die für jede stabile Anschließmöglichkeit ihres Gefährts im Straßenraum dankbar sind.

Allerdings sehen das viele Autofahrer ganz anders. Zuschke räumte ein, dass es neben viel positiver Resonanz „einige ganz böse Briefe“ gegeben habe. Auf der Facebook-Seite unserer Zeitung wurde das Thema ebenfalls leidenschaftlich-kontrovers diskutiert. Und auch an Geisel wandten sich wutentbrannte Autofahrer. Deshalb ist der OB keineswegs sicher, ob die auch vom Verkehrsamt propagierte große Zustimmung für das Projekt dem wirklichen Stimmungsbild in Düsseldorf entspricht.

Dabei sind noch nicht einmal die 50 bis 75 Auto-Parkplätze, die zugunsten der Räder weggefallen sind, in Stein gemeißelt. Zuschke hat gerade noch einmal versprochen, dass im März alle Standorte erneut auf ihre Sinnhaftigkeit hin überprüft würden. Und: „Ich kann den Ärger aufgrund des Parkdrucks in den Vierteln verstehen, aber der ist bei den Fahrradfahrern auch vorhanden.“ Es gehe nicht um Autofahrer-Schikane und die Vernichtung von Parkplätzen, sondern nur um eine gerechtere Verteilung des Straßenraums zwischen allen Verkehrsteilnehmern.

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