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Freibad Eschbachtal öffnet am 27. Juni

Ein Badegast darf sich laut Coronaschutzverordnung auf zehn Quadratmetern Fläche aufhalten. Auch wenn im Wasser keine Maske getragen werden muss, gilt auch in den Becken: Abstand halten. Archivfoto: Michael Schütz
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Ein Badegast darf sich laut Coronaschutzverordnung auf zehn Quadratmetern Fläche aufhalten. Auch wenn im Wasser keine Maske getragen werden muss, gilt auch in den Becken: Abstand halten. 

Tickets sollen online gekauft werden – Maskenpflicht gilt auch im Bad, aber nicht im Wasser

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Es ist nicht allein die Coronakrise schuld, dass das Remscheider Freibad Eschbachtal erst am 27. statt wie ursprünglich geplant am 1. Juni in die neue Saison startet. Die dringend benötigten Überlaufrinnen sind derzeit nicht lieferbar. Das Freibad wurde in den vergangenen Monaten fit gemacht, damit es dieses Jahr überhaupt öffnen kann. Dafür hatte der Rat per Dringlichkeitsbeschlusse eigens 275 000 Euro freigegeben, nachdem Gutachter erhebliche Mängel festgestellt hatten.

Nun kann das älteste Binnenfreibad Deutschlands zwar am Samstag, 27. Juni, wieder öffnen – allerdings wegen der Pandemie unter erschwerten Bedingungen. Laut der neuen Coronaschutzverordnung des Landes NRW, die am 11. Mai in Kraft getreten ist, darf sich nur ein Badegast auf einer Fläche von 10 Quadratmetern aufhalten. Das bedeutet: Es dürfen sich maximal 750 Personen gleichzeitig im Freibad aufhalten – das sind rund 30 Prozent weniger als in normalen Zeiten.

Überall dort, wo dieser Abstand nicht eingehalten werden kann, muss der Badegast zum Bikini einen Mundschutz tragen. Auch im Wasser? „Diese Frage habe ich mir tatsächlich auch gestellt“, sagt Martin Sternkopf, Leiter des Fachdienstes Sport und Freizeit in Remscheid. „Nein, im Wasser muss keine Maske getragen werden, allerdings sollten die Badegäste auch in den Becken Abstand halten.“ Wer sich nicht an die Abstandsgebote hält, den darf das Team des Freibads verweisen.

Doch wie soll man das kennzeichnen? Martin Sternkopf hatte zuletzt überlegt, Flächen mit Sprühkreide einzuzeichnen. „Wir sind da aber noch keinen Schritt weiter. Wir setzen uns in den nächsten Tagen mit dem Team im Freibad zusammen und erarbeiten nach und nach alle notwendigen Schritte.“

Die Rutsche könnte genutzt werden – aber nur mit Kontrolleur

Klar ist: Sicherheit geht vor. Und die will der Leiter des Sportamtes selbstverständlich allen Besuchern des Freibads bieten. „Wir legen großen Wert darauf, die geforderten Hygienebestimmungen umzusetzen.“ Wie beim Friseur oder im Fitnessstudio müsse auch im Eschbachtal mit großem Aufwand gereinigt und desinfiziert werden.

Den Zugang zum Freibad will Sternkopf über ein Online-System laufenlassen. Bedeutet: Badegäste kaufen ihre Eintrittskarte im Internet, bezahlen diese dort kontaktlos und hinterlassen dabei gleich ihren Namen und ihre Anschrift. Denn die neue Coronaschutzverordnung besagt, dass im Zweifel eine mögliche Infektionskette nachvollziehbar sein muss. In dem Fall entfällt der Kassenbetrieb vor Ort. Dennoch werde ein Mitarbeiter den Zugang kontrollieren. Dieser wird oben sein, der Ausgang an einem anderen Punkt. „So gibt es keine Knubbelei, wenn die Leute kommen und gehen“, sagt Sternkopf.

Auch bei den Einrichtungen des Bades muss das Team genau hinschauen: „Die Rutsche könnten wir vielleicht öffnen, aber es müsste reguliert werden. Ein Mitarbeiter würde dann an der Rutsche stehen und immer nur einen Badegast drauf lassen.“

Förderung

Das Freibad Eschbachtal erhält dieses Jahr kein Geld aus dem Bundesförderprogramm. Das hatte der bergische Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU) im März mitgeteilt. Grund: Das Freibad Eschbachtal habe mit über neun Millionen Euro mehr als doppelt so viel Förderbedarf wie die teuersten andernorts geförderten Projekte. Hardt will sich aber weiter für das Freibad einsetzen.

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