200. Geburtsjubiläum

NRW fördert das Engels-Jahr mit 540.000 Euro

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Die Statue wurde 2014 im Engelsgarten aufgestellt. 

WUPPERTAL Mit dem Geld werden vor allem Projekte aus der Bürgerschaft unterstützt.

Das Engels-Jahr wird jetzt auch durch das Land gefördert. Einen entsprechenden Förderbescheid über 540.000 Euro hat Kulturdezernent Matthias Nocke (CDU) am Freitag von der Bezirksregierung erhalten. „Wir freuen uns sehr darüber“, sagte Nocke am Montag im Rathaus. Andreas Mucke, Oberbürgermeister (SPD), sagte, damit sei die Finanzierung komplett.

Das Engels-Jahr anlässlich des 200. Geburtsjubiläums Friedrich Engels findet von Februar 2020 bis Februar 2021 statt. Darunter sind Lesungen, Stadtführungen, Schülerwettbewerbe, Theateraufführungen und Ausstellungen. Ankerveranstaltungen finden an der Kirchlichen Hochschule, der Bergischen Universität, dem Opernhaus, der Bergischen Musikschule, der Kunsthalle Barmen und dem Wuppertal Institut statt. Mit der Teilsumme von 225.000 Euro der Landesförderung werden vor allem das Opernprojekt „Intolleranza 2020“ und ein Editionsprojekt der Bergischen Universität zu privater und und geschäftlicher Korrenspondenz von Friedrich Engels gefördert.

300.000 Euro sind laut Nocke für Projekte der freien Szene vorgesehen. „Die freie Szene kommt damit zu ihrem Recht“, sagte Nocke. 30 Punkte im Rahmenprogramm werden durch kulturelle Projekte von Wuppertaler Institutionen, Vereinen und Kulturschaffenden auf die Beine gestellt. Sie bekommen durch das Geld vom Land eine Unterstützung für ihre Ideen von bis zu 75 Prozent. Bei einer Hotline soll Engels Fragen beantworten

Rainer Lucas, einer der zwei Kuratoren des Engels-Jahres, sieht dadurch das „Sahnehäubchen“ des Engels-Jahres gesichert. Er spricht von Projekten wie einer Hotline, über die Engels Fragen beantworten soll, einem Schüler-Projekt, bei dem es darum gehen soll, Engels zu begegnen – am Küchentisch von Dörte Bald.

Diese Projekte wurden bereits im Vorfeld bei einer Programmkonferenz ausgewählt. 30 von 75 eingereichten Entwürfen wurden dabei aufgenommen. Nocke sagte, man gucke aktuell noch auf eine Nachrückerliste.

Für Rainer Lucas beginnt die Arbeit erst jetzt. „Bis jetzt ist es uns gelungen, das Engagement der Wuppertaler zu wecken“, sagte er. Jetzt sei die Unsicherheit bezüglich der Umsetzung gewichen und die eigentliche Arbeit an den Projekten könne jetzt starten.

Mucke sieht das vielfältige Programm als wichtigen Teil, um Friedrich Engels nicht nur historisch und aktuell einzuordnen, sondern auch das Wissen um ihn zu popularisieren. „Richtig viele Menschen können mit Engels nichts mehr anfangen“, sagte Mucke. Das Fest-Jahr soll dazu beitragen, das zu ändern. red

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