Feuerwehr übt mit Pferdedummy

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Lutz Hauch (gelber Helm) überwacht die Rettung von Pferdedummy Sam. Foto: Gerhard Bartsch

Einsatzkräfte proben Großtierrettung.

Wuppertal. „Mein Pferd ist in einen Bachlauf gerutscht und kann sich nicht mehr befreien.“ So oder ähnlich könnte der Notruf eines verzweifelten Reiters lauten, der bei der Leitstelle einer Feuerwehr eingeht.

Die Zahl der Großtierrettungseinsätze nimmt zu. Immer wieder müssen Pferde, Rinder oder andere große Tiere aus Notlagen befreit werden. Das können Gräben, Bachläufe oder Schlammlöcher in unwegsamem Gelände sein, aber auch Pools, Boxen am Reiterhof, oder bei Unfällen im Straßenverkehr.

Für die Einsatzkräfte ist ein solcher Einsatz meist eine echte Herausforderung: Sie wissen nicht, was sie erwartet und arbeiten an und mit einem Tier, dessen Verhalten in einer Notsituation unkalkulierbar ist. Erschwerend kommt hinzu, dass am Einsatzort anwesende Personen wie der Pferdebesitzer, Reiter oder Passanten ein zusätzliches Risiko darstellen.

Bis vor wenigen Jahren gab es in Deutschland keine Ausbildung für derartige Einsatzfälle. Die Rettungskräfte der Feuerwehren haben – unvorbereitet – nach bestem Wissen und Willen improvisiert. Das soll sich ändern: Immer mehr Feuerwehren bereiten sich auf Großtierrettungseinsätze vor nach dem Konzept der „Technischen Großtierrettung“. Der Verband der Feuerwehren in NRW (VdF NRW) hat das Thema bereits vor drei Jahren als einer der ersten Anbieter bundesweit in sein Seminarprogramm aufgenommen.

Feuerwehrleute üben mit „Sam“ für den Ernstfall

Der VdF NRW an der Wuppertaler Windhukstraße ist der Fachverband für Fragen des Feuerwehrwesens und der Rettungsmedizin in unserem Bundesland. Er bot nun ein Sicherheitstraining Großtierrettung. Als Trainer wurde Lutz Hauch, Deutschlands einziger zertifizierter Großtierretter mit Feuerwehrerfahrung, verpflichtet.

Die Einsatzszenarien wurden an „Sam“ geübt, seinem lebensgroßen Pferde-Dummy. Das Training richtete sich an Rettungskräfte der Feuerwehren. Es bestand aus einem zweistündigen Theorieteil und anschließendem Praxisworkshop im Gelände, bei dem realitätsnahe Rettungsszenarien geübt werden. red

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