Einsatz

Feuer im Historischen Zentrum in Wuppertal ausgebrochen

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Die Feuerwehr sucht im Dachstuhl des Gebäudes nach Glutnestern.

WUPPERTAL Am Dienstag hat sich im Dach des Historischen Zentrums in Wuppertal ein Brand entwickelt.

Am Dienstagabend gab es einen Brand im Museum für Frühindustriealisierung an der Engelsallee. Betroffen war die Reddehase’sche Remise. Die Feuerwehr war mit drei Löschzügen vor Ort und hat sich zu beiden Seiten des Gebäudes positioniert, um das Dach zu löschen.

Auch wenn es schon vor 21.30 Uhr hieß, der Brand sei unter Kontrolle, dürfte die Feuerwehr noch über Stunden zu tun gehabt haben. Die Feuerwehr war gegen 20 Uhr gerufen worden, kurz danach gab es auch schon die ersten Reaktionen in den Sozialen Medien. Gegen 20.40 Uhr waren aber schon keine Flammen und kein Rauch mehr zu sehen. Die Feuerwehr, die mit Drehleitern an das Gebäude herangefahren war, entfernte dann zuerst Teile der Schieferverkleidung, um mit Taschenlampen nach Glutnestern zu suchen, ging aber schon gegen 21 Uhr in das Innere, um auch im Gebäude alles abzusuchen. 

Nach ersten Einschätzungen gibt es keinen Schaden an der historischen Bausubstanz. Auch ist das Feuer weder auf die Kannegießer’sche Fabrik noch auf das Engelshaus übergegangen. Obwohl dort durchgehend der Rauchmelder piepste und erst gegen 21.30 Uhr ausgestellt wurde. Kulturdezernent Matthias Nocke (CDU) berichtete, dass er alarmiert worden sei, dass das Engelshaus brenne. Das war aber zum Glück nicht der Fall, dann wäre der Schaden doch weit höher gewesen. 

Am Dach des Museums für Frühindustrialisierung sind am Tag Arbeiten durchgeführt worden. Hans-Uwe Flunkert, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, sagte: „Das Kuriose ist, dass der Brand offenbar bei Arbeiten für den Brandschutz entstanden ist.“ Die Remise ist derzeit eingerüstet, das ganze Gebäude-Ensemble wird umgebaut. Das Museum wurde bereits am 31. Mai geschlossen. Bis Mitte Juli mussten alle Exponate, darunter auch die riesigen Webstühle, ausgelagert werden. Das ist auch der Grund, warum das Feuer jetzt keinen Schaden außer dem am Gebäude mit sich gebracht hat. Alle historischen Ausstellungsstücke sind in Sicherheit. Die Wiedereröffnung ist spätestens zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels am 28. November 2020 geplant. 

Da gerade sowieso am Brandschutz gearbeitet wird, hieß es Dienstagabend, dürfte sich auch an dem Plan nichts ändern. 2,5 Millionen Euro steckt das Gebäudemanagement in die Renovierung des Engels-Hauses. 9,7 Millionen Euro sind für den Neubau des Besucherzentrums – Ankerpunkt China NRW genannt – eingeplant. 4,65 Millionen Euro steuert das Land bei. Ein Glaskubus soll als zentrales Eingangstor, das Engelshaus, Kannegießer’sche Fabrik und Remise verbindet, entstehen. Mit einer historischen Dampfmaschine als Hingucker. 

SPERRUNG POLIZEI Während der Löscharbeiten hat die Polizei die B7/Engelsallee in Richtung Barmen weiträumig gesperrt. Ab dem Loh konnte kein Fahrzeug mehr durchfahren. Die Sperrung dauerte etwa von 20 Uhr bis 21.45 Uhr. Der Feuerwehreinsatz dauerte derweil an.

Neben Matthias Nocke und Hans-Uwe Flunkert war auch der Bundestagsabgeordnete Helge Lindh vor Ort, der direkt bei Facebook Bilder teilte und kommentierte: „Ein Bild, dass man heulen könnte. Gerade aus Berlin angekommen, erlebe ich, wie direkt vor meiner Haustür das Museum für Frühindustrialisierung / Historisches Zentrum Wuppertal brennt.“ Am Ende dürfte das Schlimmste verhindert worden sein, Nocke und Flunkert dankten auch der Feuerwehr der Polizei ganz explizit für den schnellen Einsatz

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