Anschlag in Halle

Fast alle NRW-Parteivorsitzenden zeigen Solidarität vor Synagoge

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DÜSSELDORF NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und mehrere NRW-Spitzenpolitiker haben am Donnerstagmorgen in einer gemeinsamen Schweigeminute in Düsseldorf dem Anschlag von Halle gedacht. Die AfD war nicht vertreten.

Von Peter Kurz

In einem ungewöhnlichen einmütigen gemeinsamen Auftritt haben die Parteivorsitzenden der im Landtag vertretenen Parteien (mit Ausnahme der AfD) am Donnerstagmorgen vor der Neuen Synagoge in Düsseldorf ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde gezeigt. Nach dem Anschlag von Halle stellten sich Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gemeinsam mit dem SPD-Vorsitzenden Sebastian Hartmann, den beiden Grünen-Vorsitzenden Mona Neubaur und Felix Banaszak sowie dem FDP-Chef und stellvertretenden Ministerpräsidenten Joachim Stamp mit gelben Rosen vor die Synagoge. Laschet verlas eine dreieinhalbminütige Rede.

„Wir stellen uns heute gemeinsam schützend vor die Synagoge in Düsseldorf“, sagte er. „Weil wir im Angesicht der Gewalt parteiübergreifend unsere Solidarität mit unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sichtbar und deutlich Ausdruck verleihen wollene.“ Alle demokratischen Parteien in Nordrhein-Westfalen wollten ein deutliches Zeichen im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus setzen. Die Bilder von Halle ließen erschaudern. Und dann zitierte Laschet Sätze aus dem Talmud, die Michael Szentei-Heise, Direktor der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, tags zuvor gegenüber dieser Zeitung bereits zitiert hatte: „Nach den schlechten Gedanken kommen die schlechten Worte und denen folgen dann die schlechten Taten.“

Der Mord an Juden beginne nicht erst mit dem ersten Schuss, sondern mit antisemitischem Denken, das sich in Wort und Tat Bahn bricht, sagte Laschet. „Judenhass und Rassismus haben in unserer Gesellschaft keinen Platz.“

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