Tierischer Nachwuchs

Der Zoo erwartet das nächste Elefantenbaby

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Sabie wird untersucht. Sie ist bereits zum fünften Mal trächtig. 

WUPPERTAL Untersuchung in Wuppertal: Sabies Kind ist bereits zu groß für das Ultraschallbild. Eine Tierärztin berichtet.

Von Lisa Grund

Bei Afrikanischen Elefanten dauert eine Trächtigkeit rund 22 Monate. So lange braucht das Jungtier, bis es im Mutterleib vollständig entwickelt ist. Unsere Afrikanische Elefantenkuh Sabie ist zur Zeit zum fünften Mal trächtig, unseren Besuchern ist ihr letztes Jungtier Tuffi wohlbekannt. Tuffi wurde am 659. Tag der Trächtigkeit geboren, aber das ungeborene Geschwistertier kann durchaus früher oder später zur Welt kommen. Wir erwarten die Geburt zwischen Ende März und Anfang Mai.

Unsere Tierpfleger im Elefantenhaus haben Sabie und die anderen Elefanten mit viel Geduld und Sachkenntnis trainiert, so dass wir ihr stressfrei Blut abnehmen und Ultraschalluntersuchungen durchführen können. Regelmäßige Hormonanalysen der Blutproben geben Aufschluss über den Progesteronspiegel in Sabies Kreislauf und lassen uns den Geburtszeitpunkt besser abschätzen.

Sabie ist bereits eine erfahrene Mutter

Eine Ultraschalluntersuchung sagt uns, ob das Jungtier sich bewegt, ob sein Herz schlägt und ob die Fruchthüllen normal aussehen. Das Geschlecht des Jungtiers kann man beim Elefanten nicht per Ultraschall bestimmen.

Für die Untersuchung wird Sabie zuerst mit einem Schlauch nass gemacht. Die charakteristischen Hautfurchen des Elefanten wären sonst mit Luft gefüllt und die Schallwellen könnten kein Bild erzeugen. Eine großzügige Portion Ultraschallgel verbessert die Bildqualität.

Dann „suchen“ wir das Jungtier. Mal liegt es eher auf Sabies rechter Seite, mal links. Es ist jetzt schon so groß, dass wir es gar nicht vollständig abbilden können. Immer nur Teile – zum Beispiel der Brustkorb oder der Kopf – sind sichtbar.

Alles sieht gut aus und wir freuen uns auf Wuppertals elftes Elefantenjungtier. Sabie ist bereits eine erfahrene Mutter und wird ihr Jungtier im Familienverband zur Welt bringen können. So kann auch Tika, die seit August 2018 zum ersten Mal trächtig ist, die Geburt und Aufzucht miterleben – ihr eigenes Jungtier hat noch bis 2020 Zeit.

Zur Person: Lisa Grund

Tierärztin Lisa Grund (Archivfoto).

Lisa Grund verstärkt das Zoo-Team seit August 2017. Sie ist promovierte Tierärztin und kommt aus Dortmund. Nach ihrem Abschluss 2013 in Leipzig forschte sie als Assistenzärztin im Duisburger Zoo für ihre Doktorarbeit über Blutparasiten (Babesien) bei Rentieren. Nach der Promotion ging sie in eine Dortmunder Praxis. Ihr Schwerpunkt dort: Vögel und Reptilien. Den Wuppertaler Zoo kennt sie schon seit ihrer Kindheit.

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