Der Erschaffer der Lichtuhr ist tot

Horst Baumann bescherte Düsseldorf Guinness-Rekord.

Düsseldorf. Horst H. Baumann ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 84 Jahren, wie das Documenta-Forum mitteilt. Er hatte den Düsseldorfern einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde beschert. Dies geschah, als er den monströsen Rheinturm des Architekten Harald Deilmann mit der „größten Dezimaluhr der Welt“ bestückte. Er hatte den Beton durch seinen „Lichtzeitpegel“ veredelt. Baumann studierte zunächst Hüttenkunde an der Technischen Hochschule Aachen, wurde aber später Fotograf. Ende der 1960er Jahre entdeckte der Fotojournalist für sich den Laser als Lichtquelle. Er mutierte zum Multimediakünstler. 1977 nahm er an der Documenta in Kassel teil und installierte mit Peter Hertha die erste permanente Laserskulptur weltweit, seinen „Laserscape Kassel“. Seine Uhrenlichtskulptur am Rheinufer mit den blinkenden Zeitzeichen machte ihn in seiner Wahlheimat Düsseldorf berühmt. Die veraltete Technik ist längst erneuert, das gilt für den Lichtzeitpegel wie für die Kasseler Laserscape. Die ursprünglichen 100-Watt-Ampel-Glühbirnen sind durch 9-Watt RGB-LED-Arrays ausgetauscht. H.M.

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