Ermittlungen gegen Rechte in Wuppertal

Polizei

Wuppertal Nach Angaben der Staatsanwaltschaft und der Polizei ist am Samstagabend gegen 23.45 Uhr eine Gruppe von Randalierern in Wuppertal aufgefallen, weil sie laut Naziparolen grölte. Die hinzugerufene Polizei nahm Personalien von sechs Männern und vier Frauen auf und sprach Platzverweise aus. Eine Strafanzeige wurde erstattet. Davon ließ sich die Gruppe allerdings nicht weiter beeindrucken und beschmierte an der Ludwigstraße mehrere Autos mit Hakenkreuzen.

Gegen 1.10 Uhr wurden die Randalierer erstmalig handgreiflich: Sie schubsten einen 41-jährigen Mann auf eine Gruppe Passanten und schlugen ihn von hinten nieder. Wenig später griffen sie einen 62-jährigen Mann mit Migrationshintergrund am Karlsplatz an und verletzten ihn leicht. Das Opfer berichtete der Polizei, dass es getreten worden sei.

In einer nahe gelegenen Gaststätte fanden die Polizisten schließlich drei Männer und eine Frau wieder und konnten sie vorläufig festnehmen. Nach ersten Erkenntnissen soll einer der Festgenommenen, ein 27-jähriger Wuppertaler, den 62-Jährigen angegriffen haben. Inzwischen wurden die Beschuldigten wieder freigelassen. Sollten sie verurteilt werden, drohen bis zu zehn Jahre Haft.

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