Kunstpalast

Alain Bieber stellt die digitale Kunst in den Fokus

Alain Bieber ist neuer Leiter der Sammlung zeitbasierter Medien. Filter, Memes und GIFs sind sein Thema. Foto: Katja Illner
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Alain Bieber ist neuer Leiter der Sammlung zeitbasierter Medien. Filter, Memes und GIFs sind sein Thema.

Düsseldorf. Kunstpalast: Alain Bieber wird neuer Leiter für Sammlung zeitbasierter Medien.

Von Stephan Eppinger

Alain Bieber, künstlerischer Leiter des NRW-Forums, übernimmt zusätzlich die neu eingerichtete Position der Leitung Sammlung zeitbasierte Medien am Kunstpalast. Bieber wird die Medienkunst-Bestände im Kunstpalast verantworten, die unter anderem Videokunst aus den 1960er und 70er Jahren beinhaltet, etwa von Nam June Paik oder Ulrike Rosenbach.

„Das Netz vergisst nämlich doch und archiviert nicht für die Ewigkeit.“

Alain Bieber, Kunstpalast

Ziel ist es, die Sammlung neu zu organisieren und Neuankäufe im Bereich der digitalen Kunst zu tätigen. Themen wie Medienkunst-Konservierung und Langzeitarchivierung digitaler Kunst stehen ebenso im Fokus wie deren Präsentationsformen. Was passiert beispielsweise mit Medienkunst, wenn die entsprechende Hard- und Software nicht mehr existiert?

Die Sammlung zeitbasierter Medien wird im Rahmen der Neupräsentation der Sammlung am Kunstpalast voraussichtlich 2023 in einem eigens dafür eingerichteten Video- und Medienkunstraum einen neuen Auftritt bekommen. „Wir möchten den Stellenwert und die Bedeutung zeitgenössischer, digitaler Positionen stärken und ihnen den erforderlichen Raum im Museum geben. Dazu gehört auch, dass einige der vielen innovativen Werke, die wir in unseren Ausstellungen regelmäßig zeigen, Eingang in die Sammlungen finden. Wir freuen uns sehr, dass wir Alain Bieber für diese Aufgabe gewinnen konnten, der mit zahlreichen Ausstellungen im NRW-Forum sein Gespür für digitale Entwicklungen unter Beweis gestellt hat“, erläutert Felix Krämer, Generaldirektor des Kunstpalasts.

Alain Bieber freut sich auf die neue Aufgabe: „Künstler wie Marcel Odenbach, Nam June Paik und Ulrike Rosenbach sind wegweisend für die Medienkunst und haben von Düsseldorf aus wichtige Impulse gesendet. Als Leiter der Sammlung möchte ich diese Historie pflegen und gleichzeitig ins Morgen holen. Netzkunst, Software Art, Augmented Reality, Virtual Reality, GIFs und NFTs sind die neuen Formate der Medienkunst.“

Die große Frage sei für ihn: Wie können wir dieses digitale Erbe für die Zukunft sichern? Bieber: „Das Netz vergisst nämlich doch und archiviert nicht für die Ewigkeit. Welcher Facefilter, welches Meme, welche AR-Arbeit ist künstlerisch so bedeutend, dass man es für die Nachwelt erhalten sollte?“

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