Elektropop, Opern und ganz viele Klassiker

Sven Graf ist künstlerischer Leiter des Teo Otto Theaters in Remscheid. Archivfoto: Roland Keusch
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Sven Graf ist künstlerischer Leiter des Teo Otto Theaters in Remscheid. Archivfoto: Roland Keusch

Sven Graf stellt den Spielplan für 2020/21 vor

Von Peter Klohs

Eine interessante, unterhaltsame wie auch spannende kommende Spielzeit in der Saison 2020/21 erwartet die Besucher des Remscheider Teo Otto Theaters. Die persönlichen Höhepunkte des Programms stellte der künstlerische Leiter des Hauses, Sven Graf, nun in Remscheid vor.

„Die Planung war extrem schwierig“, gestand Graf, „und sie bleibt es. Man weiß ja nicht, was in einem Monat ist und welche Künstler es sich noch einmal anders überlegen und ihre Aufführung bei uns absagen. Die Absagen halten sich bisher in Grenzen. Die Jon Lehrer Dance Company mag nicht aus den USA anreisen und der deutsche Kabarettist Hagen Rether möchte sich und sein Publikum nicht gefährden. Die wichtigste Sache ist die, dass das Teo Otto Theater, das ja ein Stadttheater ist, durch die Coronakrise in seiner Existenz finanziell nicht bedroht ist.“ In diesem Zusammenhang lobte Graf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt.

Einige der geplanten Kulturveranstaltungen haben Graf besonders fasziniert, weshalb er diese den interessierten Zuhörern besonders empfahl. Dazu zählt Medea Electronica, ein Stück in englischer Sprache („Mit einem leicht verständlichen britischen Englisch“), das zum Teil mit Elektropop der 90er Jahre unterlegt ist. Graf hat dieses Theaterstück bereits live gesehen und lobt „die sehr gute Umsetzung des Stoffes – obwohl es sich bei Medea um eine Kindsmörderin handelt“.

Mit den Theater-Nah-Tagen soll das Haus intensiver erlebbar werden

Die sehr enge Freundschaft zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich wird in „Spatz und Engel“ angemessen gewürdigt, einem Theaterstück mit Musik von Daniel Große Boymann und Thomas Kahry. Etwas sehr Besonderes wird die Aufführung des „Untergangs des Hauses Usher“ werden, eine preisgekrönte animierte Live-Performance nach der Novelle von Edgar Allan Poe. Und mit dem modernen Klassiker „1984“ steht ein Stück auf dem Programm, dass, so Sven Graf, „uns immer wieder ob seiner Aktualität erschrecken lässt“.

Die Theater-Nah-Tage bilden eine weitere Stütze. Um das Theater noch näher und intensiver erleben zu können, werden die Zuschauer auf der Bühne sitzen. In der Zeit vom 2. bis 6. Mai 2021 wird unter anderem ein Kulturbrunch stattfinden. Außerdem wird es die Gelegenheit gegeben, bei den Produktionen „Dschabber“ und drei weiteren Theaterstücken als Zuschauer auf der Bühne dabei zu sein und so auf ganz andere Art und Weise Theaterluft zu schnuppern.

Die Musikveranstaltungen sind breitgefächert aufgestellt. „My Fair Lady“, im Frühling abgesagt, soll Ende 2020 nachgeholt werden. Dazu eine coronabedingt schlanke Produktion der Verdi-Oper Rigoletto. Die Pop-Musik-Freunde sollten bei „Abba macht glücklich“ und dem David-Bowie-Abend mit Sven Ratzke erfreut werden, die Musical-Fraktion darf sich auf Anatevka freuen, das Weihnachtskonzert ist obligatorisch.

Die veränderte Talkshow von Horst Kläuser firmiert jetzt unter dem Titel „Kall nit – stell’ dich“. Für die erste Ausgabe wird in dieser Woche am Freitag Sky DuMont erwartet. Der Festakt zum 3. Oktober wird stattfinden, die Götz-Alsmann-Band wird ihre Visitenkarte im Theater abgeben und mit „Berlin kann jeder, Remscheid muss man wollen“ kommt auch eine Ode an die Seestadt auf dem Berge zu Ehren.

Sven Graf erwähnte nachdrücklich den Klangkosmos NRW, der „immer ein bisschen unterschätzt wird. Da sind schon Juwelen dabei, die nicht unbedingt unseren Hörgewohnheiten entsprechen.“

Alle Aufführungen sind –Stand heute – ohne Pause geplant.

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