Einkaufszentrum: Das Fundament ist gelegt

Die neue Innenstadt soll Magnetwirkung auf Kunden und neue Branchen in der Stadt auslösen. Grafik: Mesa/ST

INNENSTADT Nachdem der Rat zugestimmt hat, kann jetzt die Planung beginnen.

Leichlingen. 26 Ja- zu 7 Neinstimmen: Das Votum, mit dem der Leichlinger Rat am Donnerstagabend den Weg für das neue Einkaufszentrum geebnet hat, ist eindeutig. Im Gespräch mit dem ST freute sich Architekt Bernhard Reiser gestern über die „satte Mehrheit“. Das Fundament für die neue Stadtgalerie sei gelegt worden. „Jetzt kann die konkrete Planungsphase beginnen“, sprich alle Bausteine wie etwa Fragen zu Kanälen, zur Technik, zum Straßenbau und zur Gestaltung kommen auf den Prüfstand.

In einem umfassenden Vortrag hat Reiser in der Aula Am Hammer dem Rat, den Zuhörern und den Pressevertretern wesentliche Eckdaten seines Konzeptes erklärt, das auch auf die Magnetwirkung etwa der Elektrobranche setzt. „Wenn die kommen, ziehen andere meistens nach.“

Im Mittelpunkt steht das große Einkaufszentrum, das sich, 120 Meter lang und zwölf Meter hoch, über die Neukirchener Straße erstreckt. Das benachbarte Rathaus ist 17 Meter hoch, das Kaufpark-Gebäude 12 Meter. Reiser: „Wo also ist das Problem.“ Für umsetzbar hält er auch eine in Teilen tiefergelegte Neukirchener Straße, zu deren beiden Seiten Zufahrten in das Parkhaus mit 490 Stellplätzen führen sollen. Man will sich die höher gelegeneren Niveaus von Rathausplatz und Montanusstraße zunutze machen, so dass die Hauptstraße nur mit einem Gefälle von etwa acht Prozent abgesenkt werden müsste. Angebunden werden soll die Innenstadt an bestehende Geschäfte durch eine neue Wupperbrücke.

Beim mehrheitlichen Beschluss des Rates einte die Politiker vor allem der Wunsch, die Innenstadt voranzubringen und zukunftsfähig aufzustellen. Man will „innovative Ideen nicht im Keim ersticken“ (CDU). Die SPD wertet das Konzept als „großen Mosaikstein in die richtige Richtung“. „Warum nicht aus dem Bestehenden etwas machen?“ war indes in der Riege der Kritiker um das „abtrünnige“ CDU-Trio zu hören. Jens Weber, Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark, fragte, warum man gleich eine insgesamt 10 000 Quadratmeter große Verkaufsfläche in die Stadt pflanzen müsse, um eine Stadt lebenswert zu gestalten?

In rund 30 Fragen, die erst am Ende der Sitzung laut werden durften (ST berichtete), machten sich viele Leichlinger Sorgen um die Kosten, die möglicherweise auf die Stadt zukommen. KS

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