Gärten

Eine kleine grüne Schatzkiste mitten im Luisenviertel

Wandelgarten im Luisenviertel
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Christine Nordmann und Claudia Termer (v. l.) sind zwei der vielen Ehrenamtlichen, die den Wandelgarten im Luisenviertel pflegen.

Wuppertal. Ehrenamtliche kümmern sich um urbane Gärten in Wuppertal.

Von Johanna Christoph

Wuppertal. Die beiden Touristen aus Thüringen zücken ihre Handys und fotografieren das kleine grüne Idyll mitten im Luisenviertel. Das rosa Ruprechtskraut sticht durch seine markante Farbe ins Auge der Passanten, die am Wandelgarten vorbeilaufen. „Ich find‘s toll, so etwas muss intensiviert werden“, grinst der Thüringer Reisende. Schon hat er den Anblick des grünen Juwels in seinem Telefon verewigt.

13 urbane Gärten gibt es in der Schwebebahnstadt

„Es gibt ganz unterschiedliche Gärten in Wuppertal, aber den hier finde ich am schönsten“, sagt Christine Nordmann, Vorstandsvorsitzende des Vereins Neue Arbeit Neue Kultur Bergische Region, der das Projekt des urbanen Gartens vor elf Jahren angestoßen hat. Mittlerweile gibt es in Wuppertal 13 Gärten mit unterschiedlichen Anliegen und Schwerpunkten.

In den vorderen Kisten pflanzen die Ehrenamtlichen, die sich einmal in der Woche treffen, gern Gewächse, die am Zaun hochklettern. Darunter Hokkaido-Kürbis, Feuerbohnen oder Kapuzinerkresse. „Im fortgeschrittenen Jahr ist das eine dicke, grüne Wand“, sagt Nordmann. So pflanzen sie Mangold, Bärlauch, Salat, Erbsen, Porree, Himbeeren, Blaubeeren oder auch Erdbeeren an. Die Ernte nehmen sie auch mit nach Hause, aber nicht immer.

„Der große Kürbis ist irgendwann dann nicht mehr da“, lacht Nordmann. Doch es ginge ihnen weniger darum, die Ernte mitzunehmen, als darum, mit dem Garten zu zeigen, was möglich sei. „Es soll eher zum Naschen einladen“, sagt Torsten Moitzhein, der selbst leidenschaftlicher Gärtner ist.

Der Wandelgarten ist der erste Gemeinschaftsgarten gewesen, den der Verein eröffnet hat. Nun gibt es etwa auch den Ostersbaumer Honiggarten oder den Utopiastadtgarten im Mirker Bahnhof. Kleinode, die mit Liebe und Hingebung gepflegt würden und das Gärtnern zurück in die Stadt brächten. Auch im Hinblick auf die hiesige Artenvielfalt werde das urbane Gärtnern immer wichtiger.

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