Tourismus

Wie Düsseldorf vermarktet werden soll

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Kulinarik sowie Kunst und Kultur wurden als Zielgruppen definiert. Beides gibt es zum Beispiel beim Japan-Tag. 

DÜSSELDORF Neue Führungen sind in der Landeshauptstadt ebenso geplant wie eine Offensive für mehr Kongresse.

Von Alexander Esch

Frank Schrader ist vor drei Jahren angetreten, die Stadt Düsseldorf als Marke zu stärken. Mit seinem Geschäftsführer-Kollegen Ole Friedrich trat er am Dienstag zu einer Art Leistungsschau der Düsseldorf Tourismus GmbH und der Düsseldorf Marketing GmbH vor den Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus. Die Schwerpunkte in der Übersicht.

Zielgruppen

Die touristischen Potenziale der Stadt sollen besser genutzt werden, indem definiert wird, was Besucher in Düsseldorf vor allem unternehmen wollen. Die Analyse hat nun vier Zielgruppen hervorgebracht: Kulinarik, Shopping, Kunst und Kultur sowie New Altstadt. Zu letzterem Punkt erklärt Schrader, dass es hierbei eben nicht um „mehr Sauftourismus und Junggesellenabschiede“ gehe, sondern um das Angebot von kleinen Bars und Craftbeer. Zwei Kampagnen werden vorbereitet, im April soll die zur Kulinarik starten, im Herbst die zum Oberthema Shopping, die vor allem auf „ein qualitativ hochwertiges Angebot“ und das „Einkaufserlebnis in Gänze“ abheben soll, wie Friedrich sagt. Entsprechend dieser Erkenntnisse über die wichtigsten Motivationen der Düsseldorf- Besucher ist „Fashion & Shopping“ nun zum dritten touristischen Kernthema neben Medizin-Tourismus und Kulturmarketing geworden. Im Fokus dabei nach den deutschen Besuchern, die 60 Prozent der Touristen ausmachen, Arabische Golfstaaten und China.

Fam-Trips

Was sich laut Friedrich als Werbestrategie auszahle, seien „Fam-Trips“. Hierbei werden Veranstalter von Reisen und Events oder Autoren zu bestimmten Themen in die Stadt eingeladen, um sie kennenzulernen. Sie berichten wiederum von ihren Aufenthalten.

Führungen

Ein wichtiger neuer Ansatz sind Themen-Führungen. Die Zahl der verkauften Tickets stieg 2018 um mehr als 50 Prozent, von 6316 auf 9607. Der Nettoumsatz wuchs sogar um 70 Prozent, von 59 116 auf 100 342. Und das Angebot soll aufgestockt werden, zum Beispiel mit Touren zum „grünen Düsseldorf“ und zu Musik.

Kongresse

Ein besonderes Pfund, mit dem man nun wuchern wolle, ist laut Schrader der Vorzug der Congress-Stadt, unter anderem, weil diese Besucher mit knapp 500 Euro pro Tag besonders viel Geld ausgeben würden. Hierzu sind die Chefs der wichtigsten Vermittler solcher Veranstaltungen eingeladen worden. Bei einer Tour durch die Stadt sollten die Entscheider von den Vorzügen Düsseldorfs und dem Kongress- Standort überzeugt werden. Das Problem laut Schrader: „Düsseldorf war dort gar nicht auf dem Schirm.“ Das hat sich nun etwa bei Nicola Mc-Grane von Conference Partners International geändert. In einem Videomitschnitt lobt sie die Professionalität der Abwicklung, die Infrastruktur, die grüne Lage der Messe und die Wärme der Menschen in der Stadt.

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