Düsseldorf: Streit um die Wohntürme

So sollen die 18-geschossigen Gebäude im Medienhafen aussehen. Auf den Dächern stehen die Zwillings-Skulpturen. Simulation: Archiv

BAUEN Neue Planung für Hochhäuser im Medienhafen?

Von René Schleucher

Düsseldorf. Es war ein Paukenschlag, als das Bauprojekt Königskinder im März 2005 der staunenden Düsseldorfer Öffentlichkeit präsentiert wurde: Zwei gut 60 Meter hohe Türme sollen an der Speditionstraße entstehen. Darin 120 Wohnungen und davor eine eigene Marina im Hafenbecken. Clou: Auf den beiden Dächern steht je eine acht Meter hohe Skulptur von Künstler Markus Lüpertz. Königskinder, die sich nicht erreichen können.

Ein Sinnbild, auch für das ganze Projekt. Mehrfach wurde es verschoben, weil sich die Hafenbetriebe gegen die Wohnpläne wehrten.

Inzwischen wurde ein Kompromiss gefunden, bald soll er unterzeichnet werden, dann kann der Bebauungsplan rechtskräftig werden. Man erwarte danach sehr zügig den Bauantrag der Frankonia, machten Oberbürgermeister Dirk Elbers und Baudezernent Gregor Bonin jüngst deutlich. „Wenn die Frankonia das Projekt nicht mehr will, soll sie es abgeben.“ Ein verbaler Warnschuss.

Baudezernent Bonin: Investorsoll schneller starten

Frankonia-Chef Uwe Schmitz betont, er stehe zu dem Projekt. Aber man brauche mehr Zeit: „Es wird nicht so schnell gehen, wie der Oberbürgermeister sich das vorstellt.“ Der Bauantrag müsse überarbeitet werden, Grund sei die Neuplanung lärmschutzoptimierter Fenster. Ein Baustart Anfang 2014 sei realistisch.

Bonin reicht das nicht: „Ein Baubeginn 2013 wäre besser.“ Eine aufwendige Überarbeitung des Bauantrags ist aus seiner Sicht gar nicht notwendig.

Hintergrund: Durch die jahrelange Verzögerung sind frühere Finanzierungszusagen der Banken obsolet. „Sie finden derzeit keine Bank, die ernsthaft prüft einzusteigen, bevor das Baurecht da ist“, sagt Schmitz. Und wirbt um Vertrauen: „Wir stemmen derzeit ein Bauvolumen in Düsseldorf von 1,5 Milliarden Euro. Wir haben noch nie ein Problem gehabt, ein Projekt zu finanzieren.“

Aktuell baut die Frankonia unter anderem das Andreasquartier in der Altstadt und die Heine-Gärten im Linksrheinischen.

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