Einbürgerung

Düsseldorf: Neubürger kommen aus 94 Ländern

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OB Thomas Geisel überreichte die Urkunden.

DÜSSELDORF 1487 Menschen haben sich einbürgern lassen.

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat im Rathaus sieben Düsseldorfern ihre Einbürgerungsurkunden überreicht. Sie stehen stellvertretend für die 1487 Menschen aus 94 Nationen, die sich im vergangenen Jahr in Düsseldorf haben einbürgern lassen. Bevor sie ihre Einbürgerungsurkunden ausgehändigt bekamen, gaben sie ein feierliches Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik ab.

„Diese Menschen stehen für die vielen Migranten, die sich zu ihrer neuen Heimat Deutschland bekennen und einbürgern lassen. Sie sind in Nicaragua, Polen, im Vereinigten Königreich, in der Schweiz oder der Türkei geboren und spiegeln so die bunte Vielfalt der Menschen wider, die sich inzwischen in Düsseldorf Zuhause fühlen“, sagte Geisel beim Festakt.

Mit 111 Einbürgerungen stellten ehemalige türkische Staatsangehörige 2017 die größte Gruppe an Eingebürgerten, gefolgt von ehemals marokkanischen und britischen Staatsangehörigen mit jeweils 102 Eingebürgerten. Auf den weiteren Plätzen folgen ehemalige polnische (90), griechische (88) und iranische (69) Staatsangehörige. 34,7 Prozent (516 Personen) der Eingebürgerten hatten zuvor eine andere EU-Staatsangehörigkeit, 57,3 Prozent (853) kamen aus Nicht-EU-Staaten. 111 Personen hatten mehrere Staatsangehörigkeiten, sieben waren staatenlos (zusammen acht Prozent). Damit hat sich der Anteil der Eingebürgerten aus EU-Staaten erneut deutlich erhöht — 2016 waren es rund 25 Prozent.

Bekenntnis zu den Inhalten des Grundgesetzes

Für eine Einbürgerung müssen die Antragsteller zahlreiche Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen seit acht Jahren in Deutschland rechtmäßig ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Durch die Bescheinigung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge über die erfolgreiche Teilnahme an einem Integrationskurs reduziert sich diese Zeit auf sieben Jahre. Sie müssen auch einen gültigen und anrechnungsfähigen Aufenthaltstitel besitzen oder freizügigkeitsberechtigt sein.

Außerdem müssen sie sich zu den Inhalten des Grundgesetzes bekennen, den Lebensunterhalt für sich und ihre Familie grundsätzlich ohne Inanspruchnahme von Arbeitslosengeld II bestreiten, über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen sowie den Nachweis von Kenntnissen der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland erbringen. Und sie dürfen nicht wegen einer Straftat verurteilt sein sowie keine verfassungsfeindlichen Bestrebungen verfolgen oder unterstützen. red

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