Künstlerin zeigt ihre Tänzer-Skulpturen

Dörken Vogts Hommage an Pina Bausch

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Dagmar Dörken Vogt hat sich zwischen ihre Skulpturen „Freude“ (l) und „Versöhnung“ gesetzt. 

WUPPERTAL Die Figur balanciert auf dem Stuhl, hält ihn mit den Füßen, der ganze Körper ist angespannt in dem Moment, bevor sie springt.

Von Monika Werner-Staude

Dagmar Dörken Vogt hat die Skulptur geschaffen, dabei eine typische Situation eingefangen, die Freunde der Choreographien von Pina Bausch kennen und schätzen.

Ihre „Hommage an Pina“ umfasst derzeit zwölf verschieden große „Tänzer“ und „Tänzerinnen“, die sie in ihrem Atelierhaus Davo in Beyenburg zeigt. Ergebnis einer noch jungen Schaffensphase. „Da sind so viele Motive drin, ich kann 20 Jahre so weiter arbeiten“, sagt sie begeistert.

Die DVD mit Wim Wenders’ „Pina“-Film lag schon länger im Haus, Ende 2018 war endlich Zeit für sie da. In einem Moment, da Dagmar Dörken Vogt nach einem Thema für eine Serie suchte. „Der Film hat mich absolut berührt. Ich hab sofort gespürt, ‚das ist es’“, erinnert sie sich, fühlte sich als Wuppertalerin, Pina Bausch-Verehrerin und Bildhauerin gefordert

Wie aber Tänzer- Figuren formen, die weit schwingende Kleider tragen? „Ich wollte nicht kitschig werden und durchsichtige Kleider gehen sich mit Gips oder Bronze nicht“, erklärt Vogt, weshalb ihre Skulpturen nackt sind. Pinas Tänzer lassen sich denn auch nicht identifizieren, umso mehr die in eine bestimmte Körperhaltung umgesetzte seelische Verfassung. Vertraute Szenen aus dem Film und vor allem aus den Pina Bausch-Stücken.

Die Bildhauerin kehrt zur figürlichen Arbeit zurück

Im Januar legte Dörken Vogt los. Auf Fotos folgten Zeichnungen und kleine Wachsmodelle, Vorbild für fünf kleine, fünf 1,10 Meter große und zwei zwei Meter große Figuren. „Freiheit“, „Freude“, „Leben“, Versöhnung“ und „Vollmond“ hat sie die schuppigen Gipsskulpturen getauft, die sie aus ihren Lieblingsszenen entwickelte. Noch nicht fertig sind zwei zeitaufwendigere Bronzefiguren, die ebenfalls 1,10 Meter groß und die für Vogts Objekte so typischen schimmernde Oberfläche erhalten werden. Sie sollen bei ihrer nächsten Schau im September gezeigt werden.

Neue Arbeiten zeigt auch die Malerin Dörken Vogt. Nach ihrer Open-House-Schau im September 2018 entstand ihre Serie der blauen Wälder. Anfang des Jahres folgten „Spiegelungen im Wasser“. Auf den meist großformatigen Leinwänden spiegeln sich mit Lackfarbe gemalte Äste, Blüten und Blätter im Wasser.

„Hommage an Pina“ ist bis 21. Mai, täglich 11 bis 17 Uhr, im Atelierhaus Davo, Hengsten 6, in Beyenburg geöffnet.

davo.de

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