Döppersberg: Netz sichert die Mauer

Baumängel

Wuppertal Am heutigen Montag beginnen die Arbeiten zur Sicherung der maroden Natursteinmauer am Wuppertaler Döppersberg. Voraussichtlich bis zum Freitag, 17. August, werden Spezialisten aus Süddeutschland damit beschäftigt sein, Teilbereiche der Mauer mit Netzen abzuspannen. Die feinmaschigen schwarzen Netze mit einer Gesamtfläche von 500 bis 600 Quadratmetern sollen verhindern, dass kleine von den Steinen abplatzende Teile auf Passanten fallen. Netze und Montage kosten zusammen rund 40 000 Euro, wobei noch offen ist, ob die Arbeitsgemeinschaft der ausführenden Baufirmen oder die Stadt die Rechnung bezahlen muss.

Ein Mineraloge hatte die Mauer im Auftrag der Stadt untersucht und in einem 103 Seiten starken Gutachten zahlreiche Baumängel aufgelistet. Starke Temperaturschwankungen verträgt der Naturstein nicht. Der Experte empfahl eine Absicherung des Bauwerks, da für die Passanten Verletzungsgefahr bestehe. Voraussichtlich werden die Netze Jahre benötigt, denn vor einem Abriss oder einer grundlegenden Sanierung der Mauer ist eine juristische Auseinandersetzung zwischen Stadt und Baufirmen über Ursachen und Verursacher zu erwarten. Rund ein Kilogramm Steinsplitter haben Mitarbeiter der Stadt in den vergangenen Monaten eingesammelt, um den Schaden zu dokumentieren.

Auf einer Plane könnte Wuppertal Werbung machen

Weil schnell etwas geschehen musste, hatte die Politik nur noch die Wahl zwischen schwarzen und weißen Netzen. „Schöner machen kann man das noch später“, hieß das Motto. Weil schwarze Netze weniger auffallen, wurde diese dezentere Variante gewählt. Es gibt Überlegungen, das Netz mit einer Plane zu versehen, auf der Werbung für die Stadt Wuppertal gemacht wird.

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