Baustelle

Neuer Club am Döppersberg: Bunker-Ausbau schreitet voran

Investor Markus Riedel und das Team hinter dem Club im alten Bunker am Döppersberg stecken mitten in der Bauphase. Das Konzept für die Location im Herzen von Elberfeld wird von den Bauherren noch entwickelt.
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Investor Markus Riedel und das Team hinter dem Club im alten Bunker am Döppersberg stecken mitten in der Bauphase. Das Konzept für die Location im Herzen von Elberfeld wird von den Bauherren noch entwickelt.

Konzept für die Location im Herzen von Elberfeld wird von den Bauherren noch entwickelt.

Von Miriam Karout

Wuppertal. Mit den Bauarbeiten im Bunker am Döppersberg geht es weiter. Nun müssen die einzelnen Bauabschnitte miteinander abgestimmt werden. Die aktuelle Situation im Baugeschäft macht eine Prognose, wann der Club öffnen soll, schwierig. Investor Markus Riedel hält sich deshalb aktuell noch bedeckt. Er verrät aber, dass sie aktuell das Konzept des Clubs ausarbeiten und dass es auch auf der Baustelle bald in die Details geht.

„Eine Menge muss sich übereinander schieben“, sagt Markus Riedel. Es sei ein mühsames, tägliches Abstimmen von Arbeitsschritten. Mittlerweile gibt es eine Heißwasseranlage in dem alten Bunker. Wasser aus der Wupper, die hinter dem kleineren Clubraum entlang fließt, wird zum Kühlen der Lüftungsanlage verwendet. 

Gleichzeitig wird weiter geplant, wie sich das Gesamtkonzept des Clubs gestalten soll. Dieses verrät der Investor allerdings noch nicht. Fest steht nur, dass der Zutritt in die Räume des alten Bunkers nur Erwachsenen ab 18 Jahren gewährt wird. „Ab da ist die Grenze beliebig nach oben“, ergänzt Markus Riedel. Das Musikkonzept wird auch derzeit noch erarbeitet.

Auch die Gestaltung der Details in den verschiedenen Räumen verrät Markus Riedel noch nicht. Die grobe Aufteilung steht allerdings schon seit Jahren fest. Der Zugang zum Club befindet sich in der Mitte des Wupperparks Ost.

Club im Bunker ergänzt den Wupperpark Ost

Hinter dem Pavillon, in dem sich aktuell das Impfzentrum befindet, führt eine breite Treppe in die unterirdischen Räumlichkeiten hinab. Der sich dort befindende Hof „gehört schon zum Club-Geschehen dazu“, sagt Markus Riedel, als er die Räume zeigt. Der Hof ist Eingangs- und Raucherbereich. Eine Vielzahl von Türen öffnet den Durchgang zum Lobby-Bereich mit Garderobe. Dort gibt es unter anderem auch einen Tresen. Kürzlich angebracht wurden Metallstreben an der Decke und Kassetten in unterschiedlichen Stärken.

Letztere sollen mit Dämmungsmaterial gefüllt werden und den Hall, den die großen Räume des alten Bunkers mit sich bringen, in Zaum halten. „Wir wollen, dass es gut klingt“, sagt Markus Riedel. Gleichzeitig soll überirdisch nur wenig zu hören sein, möglichst keine Musik.

„Was ein wesentliches Element ist, ist die gute Akustik in allen Bereichen – nicht nur in den Clubräumen“, sagt Markus Riedel. Damit meint er die gesamten 1000 Quadratmeter, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Vor allem aber muss die Akustik in den Clubräumen stimmen. Im großen Clubraum lugt zwischen Baumaterial und Planen bereits eine Bühne hervor, ihr gegenüber steht ein Podest, auf dem das Mischpult und der DJ Platz finden sollen. „Auf der Bühne können wir auch Konzerte machen“, sagt Markus Riedel. Im Club-Geschehen kann sie auch als Tanzfläche genutzt werden.

Neben den Arbeiten findet auch ein regelmäßiger Austausch mit dem Café Cosa statt. Diese laufen laut Markus Riedel „super“ und auch Dirk an der Heiden vom Café Cosa bestätigt dies. „Der Austausch ist gut und ständig“, sagt er.

Club und Café Cosa sollen sich nicht in die Quere kommen

Auch, was die konzeptionelle Ausrichtung des Platzes angehe. Der Club werde das Ganze erweitern. Bei den Öffnungszeiten des Café Cosa und des kommenden Clubs sieht er keine Überschneidungen. Offen für Begegnungen seien sie trotzdem: „Wir wollen uns nicht abschotten“, sagt Dirk van der Heiden.

Bezirksbürgermeister Thomas Kring erkennt in der Entwicklung am Döppersberg eine Chance. „Je mehr die Innenstadt zu unterschiedlichen Zeiten bespielt wird, desto höher ist auch die Sicherheit“, sagt er. Der Bunker sei ein attraktives Freizeit- und Kulturangebot. Der Wupperpark Ost sei ein spannender, hochzentraler Ort. Vor allem auch ab dem Frühjahr mit der Nutzung der Terrasse auf dem Pavillon.

Bunker

Der Bunker ist in den Jahren 1943/44 gebaut worden und bot rund 1200 Menschen Platz. Nach dem Krieg wurde er jahrelang als Notunterkunft genutzt. Die Menschen lebten in zumeist kleinen Räumen, die durch lange, schmale Gänge verbunden waren. Größere Räume wurden als Gemeinschaftsküchen genutzt.

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