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Horst Seehofer erlebt Notlandung in Frankfurt - „Flugbetrieb eingestellt“

Wegen technischer Probleme musste Horst Seehofer einen Hubschrauberflug abbrechen. Wie ernst es mit der Notlandung war, bemerkte er nicht sofort.
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DOC: Wuppertal will weiter klagen

Sind Flächen für bestimmte Waren zu groß?

Von Lothar Leuschen und Frank Michalczak

Wuppertal. Die Stadt Wuppertal ist immer noch nicht bereit, die Klage gegen die Errichtung des Designer Outlet Centers (DOC) in Remscheid-Lennep zurückzuziehen. Das geht aus einer Beratungsvorlage hervor, die der Wuppertaler Rat in seiner Sitzung am Montag besprechen wird. Demnach sind die Flächen für bestimmte Warengruppen zu groß, die der Betreiber des Centers McArthurGlen vorsieht.

Für Remscheid bedeutet das Aufrechterhalten der Klage einen weiteren Zeitverlust. Seit fast zehn Jahren wird nun über das Vorhaben beraten. Die Stadt Remscheid hat bereits einiges in die Infrastruktur des Stadtteils investiert, um ihn Outlet-tauglich zu machen. Solche Center sind mit ihren Markenwaren zu Schnäppchenpreisen echte Kundenmagneten. Sie haben ein großes Einzugsgebiet. So verweisen Beobachter auf viele Fahrzeuge mit Kennzeichen aus dem Bergischen Land auf den Parkplätzen des Outlet-Centers im niederländischen Roermond.

Genau das ist die Sorge der Wuppertaler Rathausspitze. Vor allem Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) und Stadtdirektor sowie Kämmerer Johannes Slawig (CDU) treten seit Monaten auf die Remscheider Euphoriebremse. Und auch in der SPD-Ratsfraktion Wuppertals gibt es Bedenken gegen die beträchtliche Einzelhandelskonkurrenz in Lennep, also vor den Toren Wuppertals. Vor allem Einzelhändler im Bekleidungssegment haben es schwer am Elberfelder Wall und am Barmer Werth. Ihre Position droht aus Sicht Wuppertals schwächer zu werden, wenn es das DOC in Lennep gibt.

Zu diesem Ergebnis kommt zumindest ein Gutachten, das die Nachbarstadt in Auftrag gegeben hatte. Die Fachleute weisen auf die Größe der für Lennep vorgesehenen Handelsfläche hin und geben zu bedenken, dass Textilien und Lederwaren, vor allem aber Sportartikel in einem Umfang angeboten werden, der dem Elberfelder und dem Barmer Handel schaden kann. Deshalb soll McArthur-Glen die Verkaufsfläche für Textilien um etwa 1300 auf maximal 12 700 Quadratmeter senken. Für Lederwaren ist eine Reduktion um etwa 800 auf maximal 2900 Quadratmeter vorgesehen. Das Angebot an Sportartikeln soll noch deutlicher sinken.

Remscheids OB will heute Stellung nehmen

Remscheids OB Burkhard Mast-Weisz (SPD) verweist darauf, dass es über eine Änderung der Sortimentsgrößen bereits diverse Gespräche gegeben habe, bei denen sich Lösungen abzeichneten. „Daran war auch der Investor beteiligt.“ In einem Mediengespräch will er heute zu der Haltung Wuppertals dezidiert Stellung nehmen. „Zudem werde ich die Ratsfraktionen und -gruppen informieren.“

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