Sportstätte wird instandgesetzt

DOC-Verzug in Lennep: Es fließt wieder Geld ins Röntgenstadion

Am Röntgenstadion wird wieder gebaut, noch bevor der Rat die Mittel dafür freigegeben hat. Foto: Roland Keusch
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Am Röntgenstadion wird wieder gebaut, noch bevor der Rat die Mittel dafür freigegeben hat.

Remscheid. Die Sportanlage soll eigentlich fürs Designer Outlet weichen, doch das lässt auf sich warten.

Von Sven Schlickowey

Eigentlich sollte es schon gar nicht mehr stehen, jetzt wird am Lenneper Röntgenstadion wieder gearbeitet. Die Heimspielstätte des FC Remscheid, die auch für den Schulsport genutzt wird, sollte ursprünglich dem Designer Outlet Center weichen – entsprechend wurde jahrelang fast nichts mehr investiert. Weil aus dem DOC vorläufig nichts wird, fließt nun doch wieder Geld in das Stadion. Wie viel genau, darüber soll in der kommenden Woche der Stadtrat entscheiden. Erste Arbeiten starteten aber bereits in dieser Woche.

Instandsetzung kostet etwas mehr als 400 000 Euro

Dabei wurde unter anderem eine Mauer, die bei einem Brand beschädigt worden war, wieder standsicher gemacht. „Das Ding wäre uns sonst umgekippt“, sagt Sportamtsleiter Martin Sternkopf. Entsprechend habe man mit der Maßnahme nicht bis zum Ratsbeschluss warten können. „Oder wir hätten das Stadion solange schließen müssen.“ Zudem bekommt der ehemalige Nebenplatz eine Umzäunung. „Das erledigen die TBR für uns“, erklärt Sternkopf. Der Zaun solle verhindern, dass dort weiter Schutt abgeladen wird. „Wahrscheinlich ist da jemand mit einem Kieslaster runtergefahren und hat uns eine Ladung hingekippt.“

Was darüber hinaus am Röntgenstadion noch erledigt wird, damit beschäftigen sich der Sportausschuss am kommenden Dienstag und abschließend der Stadtrat zwei Tage später. Dabei gehe es aber im Prinzip nur um die Höhe der Aufwendungen und die Mittelfreigabe, sagt Sternkopf. Denn dass das Röntgenstadion grundsätzlich in Schuss gehalten werden soll, bis es Alternativen gibt, hatte der Rat schon im Februar entschieden.

Das Sportamt hat den Kapitalbedarf seither auf knapp mehr als 400.000 Euro festgesetzt, wobei nur ein Teil der Arbeiten vergeben werden sollen. „Vieles erledigen wir in Eigenregie“, betont Martin Sternkopf. Dabei könnten auch neue Mitarbeiter, die im Rahmen des Teilhabechancengesetzes beschäftigt werden, eingesetzt und weiter qualifiziert werden, heißt es in einer Vorlage für den Rat. Und auch die Fußballer des FC Remscheid hätten ihre Unterstützung angeboten, wollen zum Beispiel Malerarbeiten in Eigenleistung übernehmen.

Vorgesehen sind demnach unter anderem Reparaturen an Wänden und Böden, die Sicherung der Tribüne, Reparaturen an Dächern, neue Schilder und eine Sicherung von Zugängen und Fluchtwegen. Außerdem sollen die elektrischen Anlagen an aktuelle Vorschriften angepasst werden.

Für externe Leistungen werden laut der Vorlage knapp über 160.000 Euro veranschlagt. Geld, das im Haushalt noch vorhanden ist, weil im Vorjahr bei der Beseitigung sicherheitsrelevanter Mängel im Freibad Eschbachtal weniger Geld ausgegeben wurde als geplant.

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