Lebensretter

DLRG: Hilfe kommt künftig auch aus der Luft

Richard-Otto Bremicker (mit Hut), das Team der DLRG Remscheid – und im Vordergrund ihr neues Einsatzgerät: Die Drohne fliegt bis zu 70 Stundenkilometer schnell und hilft dabei, ertrinkende und verunfallte Menschen zu finden. Foto: Michael Schütz
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Richard-Otto Bremicker (mit Hut), das Team der DLRG Remscheid – und im Vordergrund ihr neues Einsatzgerät: Die Drohne fliegt bis zu 70 Stundenkilometer schnell und hilft dabei, ertrinkende und verunfallte Menschen zu finden. 

Remscheider Lebensretter setzen an der Freizeitanlage Kräwi eine neue Drohne ein.

Von Peter Klohs

Remscheid. Seit Sonntag ist die DLRG Remscheid, die direkt am Freizeitpark Kräwinklerbrücke (Kräwi) an der Wuppertalsperre stationiert ist, in der Lage, bei Gefahrensituationen noch effektiver und schneller zu reagieren. Der Remscheider Mäzen Richard-Otto Bremicker hat den Lebensrettern eine Drohne gespendet.

„Nicht irgendeine Drohne“, betont Christian Kottmann, Leiter Einsatz der DLRG Remscheid. „Das ist schon ein besonderes Gerät.“ Natürlich gebe es größere Drohnen, die ganze Felder besprühen können. „Aber unter den kleineren Drohnen ist das schon ein Mercedes.“ Die genaue Bezeichnung lautet DJI Mavic 2 Enterprise. Und das äußere Erscheinungsbild des handlichen, kaum einen Kilo schweren Gerätes lässt nicht einmal erahnen, was es alles kann.

Wärmebildkamera kann viel schneller zum Einsatz kommen

Denn das Innenleben der Drohne hat es in sich. „Da haben wir zunächst einmal eine ‚normale’ Kamera“, erläutert Christian Kottmann. „Dazu kommt eine hochpräzise Infrarotkamera. Außerdem ist auf der Enterprise ein Lautsprecher installiert. Zusätzlich gibt es noch einen Scheinwerfer und ein Blitzlicht“, so der Einsatzleiter.

Durch diese Drohne verringert sich die Einsatzzeit der Lebensretter, und eine Wiederholung des tragischen, tödlichen Unfalls eines Badegastes im vergangenen Jahr ist wenig wahrscheinlich, weil der Verunglückte viel schneller gefunden werden würde. „Bei dem Unfall 2019 haben wir zunächst einmal alle Boote zu Wasser gelassen, um die Umgebung in Augenschein zu nehmen und mit Sonar die Wasserunterfläche zu beobachten“, erklärt Kottmann. Der Polizei-Helikopter sei später hinzugekommen – und die Person dann erst gefunden worden. „Jetzt, mit der Drohne, würden wir eine Person viel schneller finden und sofort Lebensrettungsmaßnahmen einleiten können.“

Auch die Feuerwehr kann die Drohne für die Suche nach vermissten Personen künftig einsetzen; ein erster Termin mit der Feuerwehr ist schon angesetzt. Die DLRG hat zunächst fünf Mitglieder im Umgang mit dem sensiblen Hightech-Gerät geschult. Mittelfristig sollen weitere Drohnen-Piloten ausgebildet werden.

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