50 Jahre Bergische Uni

Die Universität soll greifbarer werden

Uni-Rektor Lambert T. Koch und Oberbürgermeister Uwe Schneidewind begrüßten die Gäste zum Tag der offenen Tür.
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Uni-Rektor Lambert T. Koch und Oberbürgermeister Uwe Schneidewind begrüßten die Gäste zum Tag der offenen Tür.

Wuppertal. Tag der offenen Tür auf dem Campus Grifflenberg.

Von Elisa Krooß

„Der Kern des heutigen Zusammenseins ist das Öffnen unserer Tore für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger“, begann Rektor Lambert T. Koch seinen Willkommensgruß zum Tag der offenen Tür an der Bergischen Universität Wuppertal am Samstag. Diese feierte ihr 50-jähriges Bestehen mit spannenden Einblicken in aktuell betriebene Forschung, Informationsständen rund ums Studium, sportlichen Aktivitäten und einer Food-Meile auf dem Campus Grifflenberg.

„Was Johannes Rau vor 50 Jahren ermöglichte, hat sich zu einer produktiven Dynamik entwickelt, die besonders in den letzten zehn Jahren einen großen Sprung gemacht hat“, sagte Oberbürgermeister Uwe Schneidewind. Vor zehn Jahren ging zum ersten Mal das Metalicht, ein Konzept des international bekannten Künstlers Mischa Kuball, an der Universität an. Dieses untermalt die Silhouette der Bergischen Uni bei Nacht.

„Es war ein Aufbruchssignal und ein Zeichen dafür, dass die Universität eine große Funktion für unsere Stadt im Wandel hat. Seitdem steigen nicht nur die Studierendenzahlen, sondern auch die Projekte, in die die Uni integriert ist.

In den kommenden Jahren wird die Bergische Universität noch mehr in die Stadt kommen und für die Menschen greifbar werden“, fügte Schneidewind hinzu.

Green Lion Racing baut Rennwagen mit Elektro-Antrieb

Im Zuge des Jubiläums der Universität fanden sich viele ehemalige Studierende am Tag der offenen Tür auf dem Campus Grifflenberg ein. Rektor Koch führte exklusiv durch einige der insgesamt 200 Projekte und Infostände. Dabei machte er vor allem auf die aktuellen Forschungsbereiche der Universität aufmerksam.

In Gebäude K boten beispielsweise die Sportwissenschaftler Sprunganalysen für Interessierte an. Dies gab einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Leistungsdiagnostik, bei der die Universität gemeinsam mit Leistungssportlern an Trainings- und Therapiemaßnahmen, Veränderungen der motorischen Kontrolle nach Verletzungen oder allgemeiner Trainingsberatung arbeitet. Auch Green Lion Racing, das Formula Student-Team der Uni, öffnete seine Türen und präsentierte seine Arbeit. Unter diversen Auflagen bauen die Mitglieder jedes Jahr einen Rennwagen, der am Hockheimring sein Können zeigt.

Dabei spielt nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch das Gesamtkonzept eine Rolle. Bis zu 130 Stundenkilometer kann solch ein Rennwagen erreichen. Für das Jahr 2022 haben sie sich für einen elektronischen Antrieb entschieden, um sich einer neuen Herausforderung zu stellen.

Zudem betreibt die Bergische Universität als weltweit einzige Universität einen sogenannten Pavement Scanner für Forschungszwecke. Dieser ist ein „selbstfahrendes und zerstörungsfreies Gerät, welches berührungslos und bei üblichen Geschwindigkeiten die Straßensubstanz bestimmen kann“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Pahirangan Sivapatham. Es kann Risse, Schlaglöcher oder tiefgehende Beschädigungen erfassen, die dadurch effizient behoben werden können.

Neben einer Kunstausstellung, einem Fahrsimulator und einer Präsentation von Aptiv zum Thema künstliche Intelligenz konnte man im Gebäude V ein eigens gebautes Legomodell von Atlas begutachten. Dieser ist ein Teilchendetektor am Large Hadron Collider (LHC) Teilchenbeschleuniger, der sich bei Genf befindet. In den vergangenen 50 Jahren ist die Teilchenphysik zu einer Tradition geworden. Daher ist es kein Wunder, dass die Bergische Universität Teil des Forschungsprojekts des LHC ist. Physiker untersuchen dabei Bausteine der Welt und deren Wechselwirkung auf minimalster Ebene.

Neben hochinteressanter Forschung konnten Interessierte ihre Zeit auf dem Campus am Samstag natürlich auch nutzen und sich über die angebotenen Studiengänge informieren.

Hintergrund

Von 11.30 bis 17.45 Uhr konnten Besucher Workshops besuchen. Von einem Schnupperkurs Russisch über Workshops für Malerei und Fotografie, Musikpädagogik, einem Vortrag über Atmosphärenforschung und Einführungskurse in die Lebensmittelchemie über Volkswirtschaft hin zur Bewegungs- und Trainingswissenschaft bot die Bergische Universität ein breites Programm an.

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