20 Jahre alt geworden

Die City-Arkaden sollen sich verändern

Die allgemeine Entwicklung des Handels betrifft auch die City Arkaden - zum Beispiel hin zu mehr Filialisten. Archivfoto: Andreas Fischer
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Die allgemeine Entwicklung des Handels betrifft auch die City Arkaden - zum Beispiel hin zu mehr Filialisten.

Wuppertal. Seit 20 Jahren gibt es das Wuppertaler Einkaufszentrum. Viele Geschäfte sind von Beginn an dabei.

Von Anne Palka

Die City-Arkaden sind 20 Jahre alt geworden. Ganz unauffällig, ohne große Feier. „Leider sind fast alle Aktionen in den vergangenen beiden Jahren coronabedingt ausgefallen“, sagt Center-Managerin Katrin Becker, „wir hoffen aber, dass in nächster Zukunft wieder mehr möglich ist.“

Das Einkaufszentrum wurde im Oktober 2001 eröffnet – unter Bedenken mancher Elberfelder Händler: Was bedeutet es für sie, wenn Kleidung, Lebensmittel und Spielwaren in einem einzigen, überdachten Haus erhältlich sind, kommen überhaupt noch Passanten zu ihnen? „Wir können heute sagen, dass es der Elberfelder Innenstadt gut getan hat“, sagt Matthias Zenker, Teil des Vorstands der Interessengemeinschaft der Händler IG 1, wie auch Katrin Becker.

Es finde ein Wechselspiel statt, Kunden des Einzelhandels gehen auch noch in die City-Arkaden, Kunden der Arkaden auch noch in die Innenstadt. „Auch die Parkmöglichkeiten werden sehr stark genutzt“, sagt Matthias Zenker. Das Einkaufszentrum sei gut in die Innenstadt integriert und werte sie auf. „Center werden in einer Größe geplant, dass sie zusätzliches Klientel anziehen und die Innenstadt nicht ausbluten“, sagt Katrin Becker. Sie ist seit neun Jahren Managerin der City-Arkaden. Sie seien in den 20 Jahren nicht stark verändert worden: „Sie sind eigentlich sehr zeitlos gebaut.“

An zwei Stellen wurden die Flächen von Geschäften getrennt oder zusammengelegt: Das ganze zweite Obergeschoss gehörte ursprünglich zu Boecker, 2004 wurde es in drei Flächen geteilt, sie gehören jetzt zu DM, Reserved und Olymp&Hades. Außerdem wurde der Zugang zum Parkhaus über die Glasbrücke geschaffen. Im ersten Obergeschoss wurden drei Flächen erst neu aufgeteilt und kürzlich für Smyth Toys zusammengelegt. Eine Erweiterung zum ehemaligen Post-Gebäude, die 2012 bis 2014 im Gespräch war, wurde letztlich nicht umgesetzt.

„Für das kommende Jahr planen wir einige Veränderungen“, sagt Katrin Becker, die seien optischer Natur – es gehe zum Beispiel um die Sitzbänke und Pflanzkübel. Immer wieder gibt es Aktionen und Ausstellungen: Bewegte Figuren zu Weihnachten, Kinder konnten Osterdekoration basteln, die Mieter machten Modenschauen. Als Traditionsveranstaltungen bezeichnet Becker die Kunstausstellung „CityARTkaden“, die Ehrenamtsbörse mit dem Zentrum für gute Taten und die Ausbildungsmesse. Auch wenn solche Veranstaltungen in der Pandemie kaum stattfinden konnten – für die Zukunft werden neue Formate geplant.

Von den ursprünglichen Mietern sind heute noch 28 im Center

Im aktuellen Lageplan sind 80 Shops gelistet. „Von den ursprünglichen Mietern sind heute noch 28 im Center, das ist fast ein Drittel“, sagt Becker. Ankermieter seien zum Beispiel Akzenta, H&M und Thalia. „Und von den Mietern, die vor zehn Jahren hier im Center waren, sind es noch mehr als 65 Prozent.“ Ein paar Flächen sind derzeit im Umbau oder wurden vor kurzem neu belegt. Ein Beispiel ist der Wechsel vom Modeschmuck-Geschäft von Six zu Dezent, auch das Accessoires-Geschäft Moa eröffnet bald.

Der größten Flächenanteil von mehr als 20 000 Quadratmetern entfalle auf Bekleidungsgeschäfte, sagt Becker. Die Verteilung der Geschäfte habe sich im Laufe der Zeit nicht verändert, die Gastronomie zum Beispiel ist im Zentrum der City-Arkaden, vor allem im zweiten Erdgeschoss und das Eiscafé im ersten Obergeschoss.

Die allgemeine Entwicklung des Handels betreffe auch die City-Arkaden, sagt Katrin Becker: „Weg von Einzelbetreibern hin zu Filialisten, das ist nicht nur in Wuppertal so.“ Hinzu kommt der Online-Handel – dessen Ausmaß vor 20 Jahren kaum abzusehen war.

Die City-Arkaden bieten auf ihrer Internetseite mittlerweile auch einen digitalen Shop an: „Als Unterstützung für die Mieter und Service für die Kunden.“ Dennoch bleibe das Angebot vor Ort wichtig, Shoppen mit Freunden habe auch einen sozialen Aspekt, das habe man in der Coronapandemie gemerkt. „Die Leute haben sich gefreut, als es wieder los ging, sie gehen gern einkaufen.“

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