Gert-und-Susanna-Mayer-Stiftung

Krebskranke Kinder werden unterstützt

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Die Gert-und-Susanna-Mayer-Stiftung hat eine Villa im Zooviertel restauriert und ist dort 2017 eingezogen. 

Wuppertal. Gert Mayer konnte auf ein sehr erfolgreiches Berufsleben zurückblicken.

Von Manuel Praest

So baute er Walter Klein Wuppertal (WKW), die Firma seines Schwiegervaters, zur weltweit agierenden Unternehmensgruppe WKW. automotive mit 5000 Mitarbeitern aus.

Der gebürtige Solinger, der im Sommer 2014 im Alter von 83 Jahren verstarb, war zeitlebens auch immer sozial engagiert, sah zum Beispiel die Verantwortung für Kinder als wichtige Aufgabe an. Nach seinem Tod, so sein Wille, sollte deshalb eine Stiftung gegründet werden. Deren Anspruch: Krebskranke Menschen, vorrangig erkrankte Kinder und deren Angehörige zu unterstützen. Anfang 2016 wurde die Gert und Susanna Mayer Stiftung mit Sitz in Wuppertal von der Bezirksregierung Düsseldorf als Aufsichtsbehörde anerkannt. Zunächst war Solingen Standort, ehe in diesem Jahr der Umzug in die neue Geschäftsstelle im Wuppertaler Zooviertel erfolgte.

Das Stiftungsvermögen bestehe im Wesentlichen aus Unternehmensanteilen. „Die Erträge daraus werden für die Stiftungszwecke ausgegeben. Wir rechnen aktuell mit circa drei Millionen Euro jährlich, wobei diese Summe von den Unternehmenszahlen abhängig ist“, erklärt Geschäftsführerin Dr. Eva-Maria Rief. Die Stiftung verfolge drei strategische Ziele, erklärt sie. Zum einen sollen die Heilungschancen erhöht werden. Zweiter Punkt sei die Versorgung, so Rief. Das dritte große Thema: Die Sorgen der Betroffenen und Angehörigen zu verringern.

2018 schon sechs Millionen Euro zur Verfügung gestellt

Gefördert werden grundsätzlich an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche und ihre Angehörigen, sowie Organisationen und Einrichtungen. Der erste Kontakt erfolgt oft direkt über die Geschäftsstelle und Mitarbeiter Christian Müller, der als Kind selbst an Krebs erkrankte. „Es ist deshalb leichter für mich, mich in Betroffene reinzuversetzen“, sagt der 36-Jährige.

Müller, der zuletzt im Klinikum in Lübeck arbeitete, kümmert sich vor allem um die Einzelanträge. Dabei gehe es zum Beispiel um Familien, die sich, bedingt durch die Erkrankung eines Angehörigen, in einer finanziell angespannten Situation befänden. So würden zum Beispiel Teilnahmen an Freizeiten für Kinder gesponsert, Behandlungen bezahlt oder auch, im traurigen Fall, eine Beerdigung. 2018 wurden bereits 30000 Euro für Einzelfälle zur Verfügung gestellt, sechs Millionen für teilweise langfristige Projekte. Bis zu einer bestimmten Summe entscheide die Geschäftsführerin selbst, bei größeren Kuratorium und Vorstand.

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