Döppersberg

Der Wupperpark Ost weckt bereits Vorfreude

Der neue Döppersberg aus der Luft – links neben der B 7 verläuft der Wupperpark Ost. Foto: Peter Sondermann/www.city-luftbilder.com
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Der neue Döppersberg aus der Luft – links neben der B 7 verläuft der Wupperpark Ost.

Stadtmarketing-Verein „Wuppertalaktiv!“ besichtigt die Baustelle am Döppersberg

Von Andreas Boller

Wuppertal. Begleitet von Blitz und Donner besichtigten die Mitglieder des Stadtmarketingvereins „Wuppertaleraktiv!“ die Baustelle des Wupperparks Ost: Drei Jahre nach der geplanten Fertigstellung machen die Arbeiten für den Club im Bunker unter dem Döppersberg sowie für den Infopavillon von Wuppertal Marketing und für das Café Cosa große Fortschritte. Und da mit dem Sinken der Inzidenzwerte die intensive Nutzung der Bauwerke wieder in Reichweite gerückt ist, stellte sich Vorfreude auf den viel diskutierten Wupperpark Ost ein, der mit einer gewissen Verspätung doch noch zu einem der Höhepunkte des neuen Döppersbergs werden könnte.

Das Interesse unter den Mitgliedern des Stadtmarketingvereins war groß, und so musste Geschäftsführerin Antje Lieser die Teilnehmer in zwei Gruppen einteilen. Die eine Gruppe wurde von Architekt Holger Erke von Arntz-Erke-Architekten angeführt, der viele Details zur Planung und Ausführung verriet. „Es handelt sich um einen Park, der aber die Charaktereigenschaften eines Stadtplatzes hat“, sagte Erke und erläuterte, warum die Sichtachsen und die Einsehbarkeit von großer Bedeutung für die Gestaltung ist. Von der Alten Freiheit kann der Park bis zum Brausenwerth eingesehen werden.

Es werden Aufenthalts- und Empfangsqualität geschaffen

„Wir wollen Aufenthaltsqualität und Durchlässigkeit schaffen, damit der Wupperpark von der breiten Öffentlichkeit angenommen wird“, so Erke. Im Wupperpark Ost werden neben den zwei (von sechs) noch stehenden Platanen sechs Bauminseln angelegt. Zwei Solitäre, das Café Cosa und der Infopavillon werden die Anlaufpunkte für verschiedene Gruppen und Nutzer sein.

Die Wuppertalaktiv-Mitglieder werfen einen Blick auf den zukünftigen Eingangsbereich des Clubs im Bunker.

Das Café Cosa ist als Treffpunkt und Zufluchtsort für Menschen mit Drogenproblemen vorgesehen. Das Café erinnert in seiner geschwungenen, offenen Form an den Baustil der 1950er Jahre. Im Rohbau des Infopavillons begrüßte Martin Bang, Geschäftsführer von Wuppertal Marketing, die Besucher. Er kündigte optimistisch an, dass diese Anlaufstelle für Touristen der Stadt mit zentralem Zugang über die Geschäftsbrücke zum Hauptbahnhof am 15. Oktober eröffnet werden soll.

„Hier werden nicht um 7 Uhr abends die Lichter ausgehen.“

Martin Bang vom Stadtmarketing

Bang erinnerte an den früheren Pavillon aus den 1970er Jahren – im Vergleich dazu könne man bald von großer Empfangsqualität sprechen. Der Pavillon werde 24 Stunden digital bespielt werden. Über die Glasfassade werden Bilder und Filme zu sehen sein, die zeitlich auf das jeweilige Publikum abgestimmt sind. „Hier werden nicht um 7 Uhr abends die Lichter ausgehen“, versprach Martin Bang. In einem weiteren öffentlichen Bereich des Pavillons gibt es ein kleines Café, für das noch ein Besitzer gefunden werden muss.

Wie viel Arbeit die Tiefbunker Brausenwerth GmbH & Co. KG, mit den Bauherren Markus und Thomas Riedel, bereits in das Projekt gesteckt hat, wurde beim Abstieg in den Untergrund deutlich. 100 Betonteile wurden aus den 2,30 Meter dicken Wänden und aus dem 1,60 m bis 1,80 m dicken Bunkerdach gesägt, um die Zugänge und die erforderliche Deckenhöhe für den geplanten Club der Sonderklasse zu schaffen. Selbst die Corona-Pandemie und damit das monatelange Aus für alle Clubs und Discos hat das ehrgeizige Projekt bisher nicht stoppen können. Der Innenausbau steht noch aus.

„Die zentrale Tanzfläche wird direkt unter dem Café Cosa liegen. Dazwischen haben wir eine besondere Schalldämpfung eingebaut, damit die Bässe nicht oben alles zum Vibrieren bringen“, so Holger Erke. Der Bunker ist in den Jahren 1943/1944 für 1200 Menschen gebaut worden. Nach dem Krieg war er eine Notunterkunft. Erke berichtete, dass es keine Dokumentation der Pläne gibt und die Erbauer in Kriegszeiten in vielen Punkten von den Standards abgewichen seien. Das habe den Umbau zu einem Abenteuer gemacht.

Hintergrund

Eigentlich sollte der Wupperpark Ost Ende 2018 mit der Eröffnung des Döppersbergs fertig sein. Doch es wurde um sechs Platanen und um die Platzierung des Café Cosa für Suchtkranke gestritten. So wird nicht der Siegerentwurf, sondern der des Zweitplatzierten umgesetzt. Bauherr ist die Tiefbunker Brausenwerth GmbH & Co. KG, dahinter stehen Markus und Thomas Riedel.

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